Warum wir mehr als eine Sorte Zitronen brauchen (Biodiversität & Discounter)
Minimalismus Nachhaltigkeit

Warum wir mehr als eine Sorte Zitronen brauchen (Biodiversität & Discounter)

Dieser Text ist im Rahmen des sonntäglichen Briefes entstanden. Normalerweise veröffentlichen wir die Inhalte, die du per E-Mail bekommst, nicht auf dem Blog. Heute machen wir aus zwei Gründen eine Ausnahme: Zum Einen liegt uns das Thema Biodiversität besonders am Herzen. Und zum Anderen haben sehr viele Abonnent_innen den Brief am Sonntag aufgrund eines technischen Fehlers nicht erhalten. Vielleicht warst du sogar betroffen. Das Problem ist mittlerweile gelöst, aber dennoch wollen wir diesen Text nicht vorenthalten. Um es für alle interessant zu machen, habe ich den Text in der vorliegenden Fassung weiter ausgearbeitet und um dein Feedback ergänzt.

Gestern bin ich ziemlich viel Auto gefahren: sieben Stunden als Beifahrerin, um genau zu sein. Ziemlich viel Zeit zum aus dem Fenster schauen, andere Autos beobachten und die Umwelt auf sich wirken lassen. Immer wieder haben wir auf unserer Strecke auch Städte und Orte passiert. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass auch die ein oder andere Werbetafel im Blickfeld landet. Für mich ist das insofern interessant, als dass mein Alltag weitgehend werbefrei verläuft (keine Prospekte, keine TV-Werbung etc.). Besonders aufgefallen ist mir dabei die neue (?) Kampagne von einem großen deutschen Discounter (Namen sind hier unwichtig). Neben einem fröhlich-positiven Bild stand dort u.a. folgender Slogan:

„Einfach, weil man keine 10 Zitronen-Sorten braucht, sondern einfach nur Zitronen.“

Mein erster Gedanke: Hat Minimalismus hat es endlich geschafft?

Für vielleicht zwanzig Sekunden schoss es mir durch den Kopf: Yes! Weniger ist halt mehr – auch im Supermarkt, wo das Aussuchen eines Yoghurts manchmal mehr Zeit kostet als der tatsächliche Verzehr. Ein Problem, das man als Veganerin übrigens nicht mehr hat. Es gibt, wenn überhaupt, nur eine Sorte.

Unser Alltag und die Welt, in der wir leben, ist in den letzten Jahren immer komplizierter geworden. Die Menge an Entscheidungen, die wir quasi non-stop treffen müssen, nimmt ständig weiter zu. Man kann in diesem Zusammenhang sogar von Entscheidungsmüdigkeit sprechen. Decision fatigue – so der psychologische Fachausdruck für das Phänomen – beschreibt eine Art Ermüdungszustand bei Entscheidungen, den du vielleicht selbst schon im Alltag beobachtet hast:

Nach der Arbeit kommst du nach Hause und die wichtigste Frage lautet:“Was wollen wir kochen?“

– „Egal, hauptsache es geht schnell.“

„Und wollen wir noch etwas gemeinsam anschauen? Einen Film vielleicht?“

– „Egal, einfach TV an und berieseln lassen.“

Am Ende des Tages ist häufig einfach keine (Willenskraft)Kraft mehr da – wir haben unseren Entscheidungsakku quasi leer gepowert und müssen uns erst wieder aufladen.

Wenn nun aber jede Art von Entscheidung – eben auch die Frage, welche Zitronen wir kaufen wollen – ein bisschen an diesem Akku zerrt, dann sollten wir Discountern auf den ersten Blick danken, dass sie uns diese Arbeit abnehmen. Was könnten wir nicht alles mit dieser Zeit und Energie anfangen, die wir dank der künstlichen Reduzierung im Laden nicht mehr mit Entscheiden verbringen. Ein wahrer Sieg für den Minimalismus!

Auch die anderen Plakate der Kampagne gehen in eine ähnliche Richtung (Keine besonderen Nudeln, sondern einfach Spaghetti – wie früher halt.). Sie sagen uns als Kund_innen: Es ist okay, wenn du „einfach nur“ Spaghetti isst. Wenn bei dir zuhause keine dieser modernen Trendlebensmittel auf den Tisch kommen. Wir fühlen uns von der schnellen, komplizierten Welt auch überfordert und können dich verstehen. (Dass hier implizit über alle hergezogen wird, die sich für eine andere Art der Ernährung entscheiden, thematisieren wir mal aus Platzgründen nicht weiter. Darum soll es heute nicht gehen.)

Und dann ratterte mein Gehirn weiter und die nächsten Gedanken waren schon weit weniger positiv.

Mein zweiter Gedanke: Ist Einfachheit um jeden Preis besser?

Ist diese Einfachheit wirklich besser? Was geben wir da eigentlich für eine solche scheinbare Vereinfachung auf?

Klar, weniger Zeit beim Aussuchen der Lebensmittel bedeutet auf den ersten Blick mehr Zeit für die „wirklich wichtigen“ Dinge. Warum ich das in Anführungszeichen setze? Weil das, was wir in unseren Körper stecken, das, was uns mit Energie versorgt, für uns wichtig sein sollte. Weil wir uns Gedanken über die Herstellung und die Qualität unserer Zitronen (sprich: unserer Nahrung) machen sollten.

Das ist gewissermaßen eine etwas elitäre Position, denn nicht jede_r hat in seinem Alltag Zeit und (finanzielle) Mittel zu Verfügung, um diese Punkte bei seiner_ihrer Entscheidung zu berücksichtigen. Nicht jede_r kann sich Biokäse, Biofleisch aus der Region oder ähnliches leisten. Aber: Wenn wir die Möglichkeit haben, dann sollten wir sie auch nutzen.

Lassen wir mal alle Aspekte von Nachhaltigkeit und Biodiversität (dazu später mehr) außen vor und fragen uns zuallererst: Bedeutet das Angebot nur noch eine Sorte Zitronen kaufen zu können, wirklich etwas Gutes?

Fakt ist nämlich, dass nur eine Sorte rein gar nichts über die Qualität des Produktes sagt. Bei dieser Sorte könnte es sich natürlich um eine sehr aromatische und frische Zitrone handeln. Muss es aber nicht. Betrachtet man die Preispolitik und das Firmenverständnis von Discountern, dann ist viel wahrscheinlicher, dass es sich um ein Produkt aus Massenproduktion handelt.

Mein dritter Gedanke: Ist die Natur wirklich minimalistisch?

Massenproduktion, das bringt uns quasi zwangsläufig zu Monokulturen. Zu riesigen Feldern voller Zitronen, die durch Züchtung und Forschung optimiert werden, um unserem Ideal der einen Sorte Zitrone beim Discounter zu entsprechen. Das Problem: Monokulturen sind nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern sie sind auch alles andere als natürlich.

Zitronen und selbstverständlich auch andere Pflanzen wachsen in Mischkulturen. Sie ziehen Nährstoffe aus dem Boden und tragen zu einer diversen (sprich: gemischten) Flora bei, die von den verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Pflanzen profitiert. Gemeinsam mit anderen Pflanzen- und Tierarten bilden sie ein Ökosystem.

„Der Begriff „Ökosystem“ bezeichnet das Zusammenspiel zwischen einem Lebensraum und seinen tierischen und pflanzlichen Bewohnern. Dabei sind alle Bestandteile des Ökosystems voneinander abhängig. Wie die Ameisen erfüllen zum Beispiel auch andere Organismen wichtige Funktionen im Ökosystem Wald. Genauso ist es in anderen Ökosystemen – zum Beispiel in Mooren, auf Wiesen, in Bächen und Seen oder im Meer. Wird ein Bestandteil verändert oder fehlt, verändert sich das ganze Ökosystem. Die Vielfalt der Arten innerhalb eines Ökosystems ist darum sehr wichtig.“ (Quelle: Was ist Biodiversität? von Greenpeace)

Solche Ökosysteme sind also nicht nur abhängig von ihren Mitgliedern, sondern auch von den örtlichen Gegebenheiten wie Wasser, Temperatur, Sonne, Nährstoffe im Boden etc. Über die Zeit passen sich die Pflanzen (und Tiere) diesen Gegebenheiten an. Es entstehen Unterarten. Man spricht hier übrigens von genetischer Vielfalt.

Oder um es kurz zu sagen: Es gibt eben in der Natur nicht nur eine Sorte Zitrone, Apfel oder Kartoffel. Es gibt Moorkartoffeln, Kartoffeln aus sandigen Gebieten. Gelbe und blaue Sorten. Festkochende und mehlige usw.

Die Natur ist also nicht so minimalistisch, wie es uns Supermärkte und Discounter gerne vormachen wollen. Gerade durch eine große Vielfalt können sich unsere Ökosysteme u.a. besonders gut gegen äußere Bedrohungen wie Klimawandel oder Krankheitserreger schützen.

Mein vierter Gedanke: Was passiert, wenn wir der Natur künstliche Einfachheit aufzwingen?

Was passiert aber nun mit dieser Biodiversität, also mit unserer natürlichen Vielfalt, wenn Discounter verstärkt damit werben, dass sie nur eine Sorte von dieser oder jener Obst- oder Gemüseart anbieten? Die Artenvielfalt geht noch weiter zurück. Es werden nur solche Sorte ausgewählt, die hohe Erträge und perfektes Aussehen versprechen.

Eine Schlussfolgerung, die nicht neu ist. Was aber neu ist: Das Discounter ganz offen damit werben. Ohne Scheu.

Unsere Leserin Anja schrieb sehr passend in ihrer Mail an uns:

„Ich denke, hier wird versucht, die von dir erwähnten Nachteile der existierenden Monokulturen, zu übertünchen und in ein Gewand von Minimalismus zu kleiden. Der Kunde denkt, sein Bedürfnis nach ökologischem Handeln wird bedient und die Discounter müssen dazu nicht einmal etwas ändern. Greenwashing in Reinkultur.“

Und nicht nur auf diesem direkten Wege leidet die Natur. Die Methoden der modernen Landwirtschaft zur Steigerung von Erträgen schädigen auch die Böden. Während die landwirtschaftlich genutzte Fläche in den letzten 50 Jahren um 12% gestiegen ist, hat sich der Ertrag in dieser Zeit fast verdreifacht. (Quelle: Bodenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung) Die Heinrich-Böll-Stiftung schreibt weiter in ihrem Bodenatlas folgendes zu den Folgen einer solchen intensivierten Nutzung:

„Zugleich führen genau diese Maßnahmen in Kombination mit engen Fruchtfolgen und geringem Zwischenfruchtanbau dazu, dass der Humusgehalt – also die organische Substanz – der Böden immer mehr abnimmt. Der Lebensraum der Organismen, die für eine Auflockerung der Böden sorgen, schrumpft. Die Bodenstruktur verfällt, die Böden verdichten sich. Ihre Funktionen sind gestört:

  • die Lebensraumfunktion (Artenvielfalt, Nützlinge),
  • die Regelungsfunktion (Wasseraufnahme, -speicherung, -reinigung, Abbau von Pestiziden und anderen Schadstoffen) sowie
  • die Produktionsfunktion (Nährstoffaustausch, natürliche Fruchtbarkeit).“

Quelle: Intensivfeldbau – Industrielle Landwirtschaft mit Zukunftsproblemen, Heinrich-Böll-Stiftung

Mein fünfter Gedanke: Was können wir dagegen tun?

Meine Bitte an dich: Unterstütze solche Kampagnen nicht. Kaufe nicht nur eine Sorte Zitronen. Denn was auf den ersten Blick nach Minimalismus aussieht, ist auf den zweiten (dritten, vierten….) Blick wahrlich nichts, womit man werben sollte.

Gegen etwas zu sein, ist jedoch immer nur der erste Schritt. Statt also zu boykottieren, nutze deine Möglichkeiten für Engagement:

  1. Kaufe auf dem Wochenmarkt oder bei lokalen Bauernhöfen ein und frage nach alten Sorten. Probiere doch z.B. mal gelbe Tomaten, Moormöhren oder blaue Kartoffeln.
  2. Sprich deinen lokalen Supermarkt an, wenn du plötzlich nur noch Äpfel, Kartoffeln oder Zwiebeln aus Übersee kaufen kannst.
  3. Pflanze selber solche Sorten an, die zur Vielfalt beitragen. Saatgut kannst du z.B. im Internet erhalten.

Die folgenden Links bringen dich zu Initiativen und Vereinen, die sich aktiv für den Erhalt der Biodiversität einsetzen. Danke an unsere Twitter-Follower_innen für die vielen Tipps und Hinweise!

  1. Garten der Vielfalt in Bremen: http://www.lovebremen.de/wordpress/garten-der-vielfalt/
  2. Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt: http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/
  3. Vermehrungsgarten in Hannover: http://www.vermehrungsgarten.de/
  4. Pro Specia Rara in der Schweiz: http://www.prospecierara.de/de/home
  5. Arche Noah in Österreich: https://www.arche-noah.at/

Weitere Informationen über die Wichtigkeit von Artenvielfalt und die Folgen von Monokulturen findest du hier:

  1. Einen guten Überblick für alle, die lieber zuhören/anschauen als lesen, bietet dieses Video: WissensWerte: Biodiversität
  2. Lässt sich der Wirtschaftswert von Artenvielfalt berechnen? Biodiversität als Wirtschaftsfaktor bei GEO
  3. Häufig gestellte Fragen zu Biodiversität beim BUND
  4. Wo sind die guten, alten Sorten? Videobeitrag bei 3Sat mit weiterführenden Links
  5. Dossier zum Thema Umwelt der BPB mit unterschiedlichen Schwerpunkten (u.a. Artenvielfalt): http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/dossier-umwelt/61282/artenvielfalt
  6. Anschaulich bebilderter und informativer Bodenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung aus dem Jahr 2015: http://www.boell.de/bodenatlas

P.S.: Weil es dieses Mal gut passt, reiche ich diesen Beitrag zur Einab („einfach nachhaltig besser leben“) Blogparade ein. Danke an die tollen Bloggerinnen, die diese Blogparade jeden Monat organisieren. Durch euch entdecke ich immer schöne Ideen und Anregungen!

Heißt zwar Apfelmädchen, mag aber eigentlich lieber Erdbeeren als Äpfel. Lebt minimalistisch, nachhaltig und vegan. Studiert Psychologie. Liest leidenschaftlich gerne Bücher & Comics. Interessiert sich für die Zukunft (Science Fiction, Dystopien, Postwachstumsökonomie), aktuelle Politik und Feminismus. Organisiert von Zeit zu Zeit Events wie die Konsumauszeit oder die Minimal Kon. Verbringt zu viel Zeit auf Twitter.

13 Kommentare zu “Warum wir mehr als eine Sorte Zitronen brauchen (Biodiversität & Discounter)

  1. Hallo Svenja!

    Ein sehr wichtiges Thema und gut auf den Punkt gebracht! Danke fürs Teilen über EiNaB!

    In Ö gibt es übrigens eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, alte Sorten zu bewahren. Bezeichnend heißt der Verein arche-noah(.at).

    Was ich großartig finde, diese alten Sorten schmecken einfach viel besser und vielfältiger! Eine Tomate ist eben nicht nur eine Tomate, sondern jede Tomate schmeckt ein bisschen anders. So wird das Geschmackserlebnis auch gleich ein bisschen bunter.

    lg
    Maria

  2. Sehr guter Artikel!

  3. Ohja, diese Werbung ist mir auch schon aufgefallen und hat bei mir ebenfalls nicht wirklich einen positiven Eindruck hinterlassen.
    Vielen Dank für den Beitrag!

  4. Hallo,
    danke für den interessanten Artikel! Als Ergänzung: Es gibt eine südwestdeutsche Initiative, die die österreichische Arche Noah als Vorbild hat (aber noch im kleineren Maßstab unterwegs ist): das „Genbänkle“ (findet man als genbaenkle.de im Internet). Die Initiative versucht, alte Gemüsesorten zu erhalten und Hobbygärtner zu vernetzen, die Saatgut von alten Sorten haben oder bekommen möchten. Vielleicht ist das ja für Leser*innen aus dem Südwesten interessant?

  5. Hallo Svenja,
    Hallo Marc,
    ich merke hier als langjährige Leserin mal an, dass mir nicht klar war, dass eure Briefe noch mehr umfassen, als das was in Blogbeiträgen veröffentlicht wurde. Wenn es mir so geht, geht es vielleicht anderen aus so? Mir ist das erst durch diesen Beitrag und deine Erläuterung klar geworden. Grundsätzlich hatte ich die Veränderung von „Newsletter“ zu Briefe schon mitbekommen, aber eben nicht dass es mehr ist als „Wir haben diese und jenen Beiträge veröffentlicht“.

    Und ganz grundsätzlich – das betrifft nicht nur euch, finde ich es irgendwie blöd und umständlich, dieses Newsletter/Briefe anmelden. Also, egal ob das jetzt als Popup ist oder unauffällig wie bei euch. Ich möchte eigentlich die Inhalte nur über ein Medium (Blog) lesen und nicht noch Emails mit Inhalten erhalten. Dieses Doppelte nervt mich ein wenig. Ich habe mich jetzt auch bei euch nur angemeldet, weil ich die Inhalte der Briefe ungern verpassen würde – wirklich gefallen tut es mir aber nicht.
    Liegt es daran, dass die Inhalte in der Email / Brief dann nicht öffentlich zu lesen sind? Als Schutz für das geistige Eigentum? Das kann ich sehr gut nachvollziehen und akzeptieren. Oder ist das bei anderen Blogs einfach für Werbekunden (etc.) interessant?
    Liebe Grüße
    Nanne

    • Hallo Nanne,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe zu deiner Kritik ein paar Worte in der aktuellen Ausgabe der Netzhighlights geschrieben, die ich hier der Einfachheit halber mal zitiere:

      „Weil die Frage in den Kommentare zum letzten Beitrag aufkam: Ja, in den Briefen – unserer Form des Newsletters – gibt es Inhalte, die es sonst normalerweise nirgendwo zu lesen gibt. Das machen wir so, weil die Briefe eine Einladung zu einer intensiveren Unterhaltung mit dir sind und wir daher manchmal über Dinge/Gedanken schreiben, die für den Blog zu persönlich oder unausgereift sind. Das hat bei uns übrigens gar nichts mit Werbung oder Marketing zu tun.“

      Ich kann verstehen, dass es für Leser_innen einfach(er) ist, wenn alle Inhalte an einer Stelle sind. Allerdings passt eben nicht alles hier auf den Blog. Manches passt besser zu Twitter, anderes zu Instagram und manches eben in eine E-Mail. Das können z.B. kleine Alltagsbeobachtungen sein, die für einen Blogbeitrag viel zu kurz sind. Die Briefe sind so etwas wie unsere Gedankenspielwiese und uns ist es wichtig, dass wir dort sozusagen in einem kleineren, geschützteren Raum agieren können. Aber (und das ist uns genauso wichtig): Die großen Dinge werden immer auf dem Blog landen und frei zugänglich zu lesen sein.
      Falls du noch weitere Fragen zum Brief hast, dann frag gerne. Wir wollen den Blog so transparent wie möglich für dich gestalten.
      Liebe Grüße, Svenja

      • Hallo Svenja,

        ich habe mich nach dem Kommentar in den Netzhighlights dazu schon gefragt, ob ihr euch angegriffen gefühlt habt?!? Das war nicht meine Absicht. ich war in dem Augenblick einfach genervt von diesem ganzen Newsletter/Briefe anmelden, weil ich es einfach gerne an einem Ort hätte und es für mich einen Unterschied macht, wann ich es lese und mit welcher Ruhe. Beim Emails nachgucken (eher schnell) oder eben beim gezielten Lesen (mit Ruhe und Nachdenken). Das ist einfach meine persönliche Geschichte :o) Ich brauch dann wohl mal eine neue Routine…
        Wieso und warum kann ich sehr gut nachvollziehen, zumal das eben auch so mit einen Grund betrifft, weswegen ich aufgehört habe zu bloggen. Eben dieses ungeschützte, öffentliche, große und weite Internet.
        Ich folge euch hier gern und freu mich auch über Briefe,
        liebe Grüße
        Nanne

  6. Danke für diesen Artikel. Irgendwas hat mich an dieser Kampagne total geärgert und ich bin nicht drauf gekommen. Du hast das Problem sehr gut analysiert.

  7. Pingback: Blogs im September 2016 | STADTKIND

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