Vegan unterwegs: Bunte Burger - lecker, vegan und bio in Köln-Ehrenfeld | Apfelmädchen & sadfsh
Vegane Ernährung

Vegan unterwegs: Bunte Burger in Köln-Ehrenfeld

Es ist ja wirklich immer schön, wenn wir nach Köln fahren. Aber die Deutsche Bahn bringt uns jedes Mal wieder auf die Palme. Wie kann eine Linie chronisch mit zuwenig Wagons ausgestattet sein? Ich sollte mich eigentlich nicht beschweren, denn dieses Mal konnten wir uns unseren Stehplatz im Eingangsbereich die meiste Zeit frei auswählen. Sogar Atemluft war dauerhaft vorhanden. Was für ein Glück, dass wir mit Freunden verabredet waren, die uns vollkommen unerwartet mit selbstgebackenen Keksen überraschen. Wer vergisst da nicht gerne die nervige Bahnfahrt? Nach einiger Zeit in einem Laden für Brett-, Pen&Paper- und sonstiger Spiele machen wir uns gemeinsam auf den Weg mit der U-Bahn quer durch die Stadt zu düsen. Wir wollen später noch den örtlichen Minimalismus-Stammtisch besuchen, doch nach der beschwerlichen Reise ist eine gute, stärkende Mahlzeit unabdingbar. Unsere Wahl zum Kräftetanken fiel dieses Mal auf das Bunte Burger, deren Foodtruck es leider nicht bis Essen geschafft hat, als wir auf dem ersten Street Food Festival waren.

Schöne aber einfache Holztische und Stühle vor einem schwarzen Haus. Innendrin überall weiße Fliesen. Der erste Eindruck lässt mich durchaus hinterfragen, warum das Restaurant, welches wir soeben betreten haben sich seinen farbenfrohen Namen verdient. Wir lassen uns an einem Tisch nahe der Kinderspielecke nieder, damit der Nachwuchs unserer Freunde sich nicht langweilen muss, wenn Erwachsene bei einem zu lang aufgeschobenen Wiedersehen ins Tratschen geraten.

Vor lauter Neugier haben wir zuhause schon einen Blick auf die Karte geworfen und doch bin ich dadrin stöbernd erneut überrascht, wieviele verschiedene Zutaten ich auf meinen Burger bekommen kann. Die Variante Desperado Tex Mex mit Avocado, Tortilla-Chips und Bohnen-Polenta-Bratling oder vielleicht doch den Nikola Tesla Balkan Burger mit Weißkraut, Sonnenblumenkernen und Saitan-Burger? Am Ende gar kein Burger sondern ein Ratatouille-Burgerwich mit Aubergine und Austernpilzen? Eine geradezu leichte Entscheidung ist dementgegen die für hausgemachte Pommes und Zwiebelringe in der großen Variante zum Teilen für zwei. Zu beiden Gerichten können wir uns zwischen 5-6 Dips entscheiden, die von normalem Ketchup über eine Ketchup-Senf-Mischung bis zu Curry-Veganaise reichen.
Ich fische euch an dieser Stelle übrigens nicht die veganen Teile des Angebots heraus, da das Bunte Burger ausschließlich vegane Speisen anbietet.

Am Ende entscheidet sich unser Tisch für 2 Nikola Tesla Balkan Burger, einen Desperado Tex Mex und einen Alibaba Persia Burger (u.a. Datteln, Blumenkohl und Kichererbsen-Bratling.). Dazu gibt es pro Paar jeweils eine Portion Pommes und Zwiebelringe und natürlich noch einen Kinderburger.

Mitten in der Wartezeit stehen plötzlich vier kleine Gläser mit einer köstlich riechenden Zucchinisuppe vor uns. Der Gruß aus der Küche ist wunderschön angerichtet und wir sind uns einig, dass es eine tolle Art einer kleinen trinkbaren Vorspiese ist.
Als dann die tolle Auswahl unseren Tisch erreicht, müssen wir einen kleineren Shock überwinden, denn die Burger sind so groß, dass eine minutenlange (zugunsten der Dramaturgie habe ich an dieser Stelle eventuell die Wahrheit gedehnt) Diskussion darüber beginnt, wie diese fantastisch aussehenden Wunder der bunten Küche gegessen werden sollten. Wir entscheiden uns für eine Aufgabenteilung und probieren sowohl die Variante, den Burger wie einen Burger zu essen, als auch die gesittete Messer-Gabel-Methode aus. Das Ergebnis würde ich als Unentschieden bezeichnen.

Hat es denn geschmeckt?

Mein Saitan-Burger hat eine fantastische Konsistenz und passt großartig zu Weißkraut und Sonnenblumenkernen. Das Gemurmel aus den anderen Tischecken kann ich zwar kaum verstehen, doch die Gesichter mit breitem, zufriedenen Grinsen und einem Blick, der sich nicht entscheiden kann, ob er noch einen Bissen vom Burger nehmen oder doch von den Pommes naschen sollte, spricht Bände.

Die Zwiebelringe bestehen zu gefühlten 90% aus knusprigster Panade und sind damit noch viel besser, als ich es mir hätte vorstellen können. Die Selbstgemachten Pommes sind kein Vergleich zu einem Fertigprodukt und werden trotz um sich greifender Sättegefühle komplett aufgegessen. Die Dips würde ich als Standard bezeichnen, allerdings können wir das Aioli, welches wir gerne hätten aus Rücksicht auf den noch folgenden Minimalismus-Stammtisch nicht bestellen.

Wir verlassen das Bunte Burger wahnsinnig zufrieden.

Auf einen Blick: Bunte Burger

Adresse: Hospeltstr. 1, 50825 Köln-Ehrenfeld
Online: Webseite & Facebook
Typ: Restaurant mit Burgern, Sandwiches, Pommes, Salaten und diversen Nachtischen
Preisklasse: €€€ (Burger + Pommes + Getränk zusammen kosten ~15€)

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