Netzhighlights

Unsere Netzhighlights – Woche 52/2015

Ein wunderschönes Weihnachtsfest ist vorüber und wir fangen langsam an gespannt auf das neue Jahr zu blicken. Im Miniplausch der letzten Woche haben wir zwar festgestellt, dass der erste Januar auch nur ein normaler Jahrestag wie jeder andere ist, aber auch wir haben grobe Pläne für das Jahr 2016 gemacht, von denen wir in den nächsten Wochen berichten werden. Wir hoffen in jedem Fall, dass ihr heute ein ganz tolles langes Feiertagswochenende ausklingen lassen könnt oder vielleicht sogar den Urlaub im Kreise der Familie genießt.

In einer ruhigen Minute laden wir euch wie immer zu den Netzhighlights ein, in denen es diesmal um Depression, das Schenken und alternative Medizin geht.

sadfsh

1. Ein Paar reist gemeinsam mit dem Fahrrad quer über unseren Planeten und wir haben ein Riesenglück, dass sie im britischen Geographical Magazin für uns davon berichten. Unterwegs ist die Verständigung nicht immer einfach, denn auch mit einem Tablet und der Übersetzungssoftware von Google kommt man nicht allzuweit. Wie gut, dass es Musik und Handarbeit gibt, die universal verstanden werden und aufzeigen, wie ähnlich wir Menschen uns doch alle sind, egal wo wir leben. Laura und Tim Moss müssen bei aller Gastfreundlichkeit jedoch auch feststellen, dass je nach Kultur meist nur mit dem Mann gesprochen wird, während ungeachtet ihrer Fähigkeiten seine Ehefrau akzeptiert, aber nicht weiter beachtet wird.

2. Als Veganer_in hört man häufig genug, dass Menschen interessiert sind, sich aber keinerlei Mahlzeiten vorstellen können, die einem noch offenstehen. Die interessante Frage ist heute vielleicht vielmehr, ob die Menschen überhaupt noch wissen, wie sie sich selbst bekochen können. Irgendwas mit Fleisch (Fischstäbchen, Schnitzel aus der Packung) und irgendwas ohne Fleisch (z.B. Falafel aus der Packung, fertiges Tofugyros) dürften in der Zubereitungskomplexität nahe beieinanderliegen, für eine langfristige gesunde Ernährung sind jedoch beide nicht empfehlenswert. Laut einer Umfrage, deren Erhebung meiner Meinung nach schwierig ist, denn wer schaut beim Kochen schon immer auf die Uhr?, verbringen die Deutschen im Schnitt keine fünfeinhalb Stunden in der Woche in der Küche. Eine mögliche Erklärung dafür? Mütter und Großmütter würden ihr Wissen nicht mehr wie früher an die Töchter weitergeben und so könnte bald niemand mehr kochen. Diese Argumentation überzeugt mich nicht, denn mir scheint es eher am Willen der dauergestressten jungen Menschen zu liegen.

3. Seit frühster Kindheit hat Liz Miele um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern kämpfen müssen. Daraus resultierte die Entwicklung eines starken Perfektionismus, der bald in Anbetracht menschlicher Fehlbarkeit in Depressionen umschlug. Heute hat sie noch immer damit zu kämpfen, hat als Comedian jedoch einen Weg gefunden, sich selbst zu entlasten. Über Angst, die verschiedenen Arten menschlicher Beziehungen und Comedy: Why Liz Miele Wants Our Attention

Apfelmädchen

1.  „Hast du nicht Angst, dass da mal jemand vor deiner Tür steht?“ oder „Was, wenn jemand die vielen Informationen, die du teilst, gegen dich verwendet?“ Wenn ich vom Bloggen und von der Impressumspflicht in Deutschland erzähle, dann bekomme ich diese Fragen immer mal wieder zu hören. Bisher habe ich zum Glück keine schlechten Erfahrungen gemacht, doch anderen geht es leider anders wie die Erlebnisse von Familie Mierau zeigen.

2. Beim Miniplausch am Dienstag ging es u.a. um das Schenken und beschenkt werden. Passend dazu hat das Enorm Magazin ein lesenswertes Interview zum Theme Geschenke veröffentlicht: Die schmutzige Gabe

3. Während aus den USA immer wieder tragische Meldungen über tödliche Unfälle mit Waffen in unsere Medien gelangen, habe ich mich bisher immer durch das deutsche Waffengesetz geschützt gefühlt. Doch auch hierzulande verändert sich zur Zeit die Waffennachfrage. Für ZeitOnline hat Anant Agarwala einen Tag lang eine Waffenhandlung (in Essen! : ) ) besucht: „Ich brauch ’ne Kalaschnikow“

4. Warum die Krankheit Krebs in den letzten Jahren immer mehr zu einem Geschäftsfeld für dubiose Heiler_innen geworden ist, hat Correctiv für eine Reportage untersucht.

Wir wünschen euch einen sanften Sonntag,
Apfelmädchen & sadfsh

2 Kommentare zu “Unsere Netzhighlights – Woche 52/2015

  1. Ich vermisse Svenjas Fazit zur Konsumauszeit. Kommt das noch?
    Lg Nanne

    • Hallo Nanne,

      du hast vollkommen recht – mein Rückblick fehlt aus zweierlei Gründen noch. Erstens sind wir durch die Feiertage & den Miniplausch ein wenig aus dem Blogrhythmus (Di-So) gekommen. Zweitens hat die Konsumauszeit bei mir gedanklich so viel angestoßen, dass ich direkt zum Ende des Novembers noch gar nicht in Worte fassen konnte, was genau mein Fazit jetzt ist. Die Gedanken haben sich dann immer weiter ausgeformt und sind jetzt in ein Motto für das neue Jahr gemündet, dass ich ganz bald hier vorstellen möchte. Und in dem Zusammenhang erscheint dann auch mein Fazit 🙂

      Ganz liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

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