Netzhighlights

Unsere Netzhighlights – Woche 51/2015 (+ #Miniplausch)

Noch vier Tage bis zur größten Konsumschlacht des Jahres… vermutlich. Ich habe keinen richtigen Beweis dafür, denn eventuell wird der Super Bowl noch stärker gefeiert. Jedenfalls freu ich mich total drauf, einen entspannenden Tag mit Svenja zu verbringen, den nächsten Tag die ganze Familie zusehen und lecker zuessen. Beides habe ich in den vergangenen zwei, drei Monaten zwar schon mehrfach erlebt – ganz ohne Tannenbaum und Lichterketten -, aber jedes Mal lässt es sich wieder genießen. Außerdem freut meine Mama sich riesig über Geschenke und ich freu mich darüber, wenn sie sich freut und am Ende freuen wir uns alle. Ist doch auch was Schönes.

Jetzt aber nochmal zurück zum Ernst des Lebens und hinein in die vorletzten Netzhighlights des Jahres 2015. Es geht ums Radfahren, Schrankkoffer voller Bücher und Trennungsschmerz.

P.S.: Heute lohnt es sich, ganz bis zum Ende zu lesen 😉

sadfsh

1. Diese Woche habe ich tatsächlich jemanden gefunden, der mehr auf dem Rad sitzen könnte als mein Papa. Kurt Searvogel versucht derzeit den Rekord für die längste, innerhalb eines Jahres zurückgelegte Strecke auf dem Fahrrad zu erhöhen. Offiziell hätte er es bereits geschafft, da sich nach dem neusten Reglement der zuständigen Institution noch kein Teilnehmer für den Rekord qualifiziert hat, doch aus der fernen Vergangenheit, dem Jahr 1939 ist eine Strecke von 120.805 Kilometern überliefert, die ein Brite zurückgelegt haben soll. Searvogel muss, um dies zu überbieten jeden Tag 331 Kilometer fahren. Das ist die Strecke von Hamburg bis Berlin + einen zusätzlichen Marathonlauf. Selbst auf dem Rad ist das recht weit. Ich wünsche viel Erfolg, angenehme Feiertage und das keine Krankheit die letzten beiden Wochen stört.

2. Gutes Marketing ist schwer. Rot, liebe Polizei, ist meines Wissens nach übrigens den Sitz vorbehalten. Ihr solltet den jungen Mann mal auf seine Gesinnung überprüfen ; )

3. Wie könnte eine postkapitalistische Gesellschaft aussehen? Wir möchten weniger konsumieren, aber gleichzeitig basiert nahezu alles um uns herum auf den Errungenschaften des Kapitalismus. Ist es überhaupt sinnvoll diese Ordnung verändern zu wollen? Ellen Milligan hat mit Paul Mason gesprochen, der im Digitalen die Chance sieht das System zu verändern und sich vorstellen kann unseren Konsum mit Freundschaftsdiensten als neuer Währung zu „finanzieren“.

Svenja

Anmerkung: Ja, ich weiß, eigentlich darf jeder hier nur drei Texte auswählen. Einer ist aber auf Englisch – das zählt doch gar nicht richtig 🙂

1. Immer wieder lesen wir in der Zeitung, auf Blogs und hören es auf Youtube selbst: Alle sind happy, alle werden reich – und echte Arbeit ist das ja sowieso nicht. Stimmt natürlich nicht, viele Youtuber_innen arbeiten nicht nur hart an ihrem Kanal und den dort erscheinenden Inhalten, sondern haben zur Absicherung einen ganz normalen Alltagsjob. Einen sehr interessanten Text zu dieser verzerrten Wahrnehmung gibts auf Fusion zu lesen: Get rich or die vlogging: The sad economics of internet fame

2. Guckst du gerne in die Bücherregale von anderen Menschen? Wenn ich bei anderen zu Besuch bin, schaue ich immer gerne, ob wir ähnliche Bücher (gelesen) haben und frage mich, warum Person XY dieses Buch behalten hat. Und manche Menschen heben ihre Bücher, so z.B. Candy Bukowski nicht einfach in einem Regal auf, sondern in einem Schrankkoffer. Wie cool ist das denn?

3. Integration von Neuankömmlingen funktioniert auf dem Land ganz anders, als in der Stadt. Zu diesem Schluss komme nicht nur ich mit meiner großen Umzugserfahrung, sondern auch ZeitOnline, die eine unterhaltsame Reportage zur Integration von Flüchtlingen auf dem Land geschrieben haben: Herr Bunsen bringt da mal Struktur rein

4. Wenn zwei Menschen sich trennen, dann passiert das manchmal ganz spontan und manchmal kündigt sich der Abschied schon lange vorher an. Sehr bewegt hat mich der Text von Hübscherei, den sie unter dem Titel Weiteratmen auf Medium veröffentlicht hat.

Lass uns reden…

Für alle, die bis ganz zum Schluss dranbleiben, noch eine Einladung. Viele von euch wissen sicherlich, dass sadfsh und ich regelmäßig zu einem der vielen Minimalismus-Stammtische gehen. Leider gibt es diese tollen, inspirierenden Treffen (noch) nicht überall in Deutschland. Aus diesem Grund haben wir uns überlegt, einen Online-Stammtisch zu gründen: den #Miniplausch.

Der Online-Stammtisch zu Minimalismus - #miniplausch | Apfelmädchen & sadfsh

Am Dienstag, den 22.12.20165 (Ups. Natürlich muss das 2015 heißen) möchten wir euch daher einladen, ab 20.00 Uhr zur ersten Ausgabe auf Twitter zu uns zu stoßen. Anmeldung ist keine erforderlich & wir werden über das Thema Minimalismus, Weihnachten und Geschenke reden.

Wer keinen Twitteraccount hat, kann die Unterhaltung dennoch über den passenden Hashtag mitverfolgen: #Miniplausch.

Fragen & Ideen zum Online-Stammtisch kannst du gerne in die Kommentare schreiben oder direkt per Mail (hallo(ät)apfelmaedchen.de) oder Twitter (@apfel_maedchen bzw. @sadfsh) an uns richten. Wir freuen uns auf dich!

3 Kommentare zu “Unsere Netzhighlights – Woche 51/2015 (+ #Miniplausch)

  1. Miniplausch: klasse Idee!

  2. Hei Ihr beiden,

    das ist eine ganz tolle Idee und ich trommle gleich noch ordentlich für heute Abend auf Twitter – wär doch gelacht, wenn bei dem spontanen Medium nicht gerade kurzfristig noch was geht. 😉

    Kennt Ihr den #EDchatDE? Mittlerweile ist dieser monatliche Twitter-Chat für Lehrer(Innen), Bildungsmenschen zu einer echten Institution geworden (siehe https://twitter.com/edchatde und https://edchatde.wordpress.com/) – und schon häufiger hab ich gedacht, dass wir das doch auch für das Thema Minimalismus etablieren könnten…

    Also, ich bin dabei!

    Liebe Grüße
    Dörte

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