Netzhighlights

Unsere Netzhighlights – Woche 40/2016

Wieder eine Woche rum und wir sind jetzt offiziell im Herbst angekommen. Während auf Twitter und Facebook alle die Jahreszeit mit warmem Kakao und Kapuzenpullovern willkommen heißen, befinde ich mich (zugegebenermaßen etwas naiv) ohne dicke Jacke und wärmende Kleidungsstücke für eine Woche zum Schreiben, Nachdenken, Lesen/Studieren und Hausbewachen in fremden vier Wänden. Mal schauen, wie wir diese schlechte Vorbereitung ausgleichen können… Etwas besser vorbereitet bin ich immerhin in Sachen Ankündigungen, denn davon gibt es heute gleich drei:

Die Vorspeise: drei Ankündigungen

1. Kleines spontanes Treffen für Minimalist_innen aus dem Bremer Raum: Wer hat Lust, sich in der übernächsten Woche (also zwischen dem 17. und 23. Oktober) auf einen Kaffee, Tee oder Kuchen mit uns zu treffen? Bei Interesse bitte einen kurzen Kommentar unten hinterlassen, ich melde mich dann bei dir zur genauen Terminabsprache. Über Vorschläge für schöne, gemütliche Cafés freue ich mich ebenso, denn da kenne ich mich in Bremen noch zu wenig aus.

2. Das #grünlesen – unser Lesekreis für alle Interessierten – startet am Montag, den 10. Oktober mit leichter (*hust*) Verspätung in die zweite Runde. Dieses Mal werden wir das neue Buch von Sina Trinkwalder (auch bekannt als manomama) lesen. Wer mitmachen möchte, findet hier mehr Infos und die Anmeldung: Lass uns gemeinsam lesen und Alternativen entdecken!

3. Weil die Frage in den Kommentare zum letzten Beitrag aufkam: Ja, in den Briefen – unserer Form des Newsletters – gibt es Inhalte, die es sonst normalerweise nirgendwo zu lesen gibt. Das machen wir so, weil die Briefe eine Einladung zu einer intensiveren Unterhaltung mit dir sind und wir daher manchmal über Dinge/Gedanken schreiben, die für den Blog zu persönlich oder unausgereift sind. Das hat bei uns übrigens gar nichts mit Werbung oder Marketing zu tun. Wer mitlesen mag, liest mit und wem das zu viel blabla ist, der_die lässt es sein. Anmelden kann man sich dafür hier: Briefe.

Nun aber zu den sechs sieben Fundstücken der Woche. Dieses Mal in einer Apfelmädchen-only Edition, weil sadfsh die Woche zu sehr mit arbeiten beschäftigt gewesen ist und kaum Zeit zum Lesen gehabt hat. Es dreht sich heute alles um unsere Gene, die Leere im Kleiderschrank und die Frage, wie Social Media die Berichterstattung bei Terroranschlägen bzw. Amokläufen beeinflusst.

Der Hauptgang: sieben Linkfundstücke

1. Fluter ist eine Publikation, die mich schon seit meiner Jugend begleitet. Anfangs ein wenig belächelt als „Dieses Heft, das immer in der Schule ausliegt und sowieso nicht gelesen wird“. Später dann durch Frau DingDong wieder entdeckt und seitdem immer wieder überrascht/erfreut über die tollen Texte, die dort erscheinen. In der neuen Ausgabe, die es als pdf-Download oder gedruckt gibt, wirft die Redaktion einen Blick auf das Thema Gene.

(Und für den besonderen Fall, dass jemand aus dem fluter-Team mitliest: Habt ihr eigentlich schon einmal was zu Nachhaltigkeit/Minimalismus/Plastikfrei/ZeroWaste/alternativ leben gemacht? Wenn nicht: Wie wärs mit einer Zusammenarbeit? Sozusagen als logischer nächster Schritt in unserer anhaltenden Beziehung seit der achten Klasse?)

2. Einfach mal über Flüchtlinge, Integration und Rassismus reden? Der Gießener Ali hat eine Hotline eingerichtet, die jede_r anrufen kann, der_die sich mit ihm über diese Themen unterhalten möchte. Eine Idee für mehr Austausch: Ali und die AFD.

3. Philipps Blog (und meine Begeisterung für seine Reiseberichte) wird dir als regelmäßige_r Leser_in wahrscheinlich bekannt sein. Dieses Mal sind wir eingeladen zum Oktoberfest im Nahen Ost.

4. Bei Perspective Daily gabs diese Woche einen schönen Beitrag zu Minimalismus und Bekleidung, den du hier nachlesen kannst: Die befreiende Leere im Kleiderschrank. Passend dazu möchte ich auch noch auf Sunrays neuen Guide zum Thema Capsule Wardrobe hinweisen, den es kostenlos zum Download gibt.

5. Eine interessante Analyse zu Social Media und Terror am Beispiel des Amoklaufes in München hat die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht. Für mich wichtiges Zitat:

„Die Menschen, die in dieser Nacht Gerüchte verbreiten, wollen damit in den seltensten Fällen Panik schüren, sondern Information geben, letztlich: helfen.“
Quelle: Timeline der Panik, Süddeutsche Zeitung.

6. Zum Nachdenken, zustimmen oder widersprechen: Ein Essay von Isaac Asimov über Kreativität „On Creativity. How do people get new ideas?“

7. Wissenschaft ist ja u.a., wenn wir gefühlte Wahrheiten einer methodischen und reproduzierbaren Überprüfungen unterziehen. Ein praktisches Beispiel aus der Sprachwissenschaft liefert die Untersuchung zur Verwendung von „dass“ und „das“ bei der Smartphone-Autokorrektur im Sprachlog: Das dass, dass ein das ist“.

Wir wünschen dir einen herbstlichen Sonntag,
Apfelmädchen & sadfsh

 

Heißt zwar Apfelmädchen, mag aber eigentlich lieber Erdbeeren als Äpfel. Lebt minimalistisch, nachhaltig und vegan. Studiert Psychologie. Liest leidenschaftlich gerne Bücher & Comics. Interessiert sich für die Zukunft (Science Fiction, Dystopien, Postwachstumsökonomie), aktuelle Politik und Feminismus. Organisiert von Zeit zu Zeit Events wie die Konsumauszeit oder die Minimal Kon. Verbringt zu viel Zeit auf Twitter.

4 Kommentare zu “Unsere Netzhighlights – Woche 40/2016

  1. Herrliches Lesefutter hast du uns da passend zur kuscheligen Jahreszeit zusammen gestellt, Svenja! Deine / Eure Netzhighlights heissen für mich zur Recht „Highlights“!
    Ich schick dir warme Gedanken in eine hoffentlich nicht zu kühle Wohnung, viel Spaß beim Bremer Mini-Minimalismustreffen und: Ich dachte schon, ich hätt gruenlesen2 warumauchimmer verpasst. Gut, dass nicht! Ich bin gespannt und hab dieses Mal hoffentlich Zeit (evtl erst 2 Wochen später, aber egal). 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Sunray

    • Hallo Sunray,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Wir bemühen uns zumindest immer sehr solche Beiträge auszuwählen, die den eigenen Horizont erweitern oder aus anderen Gründen lesenswert sind. Die Infos zur zweiten Runde beim grünlesen kommen demnächst per Mail an alle Angemeldeten.

      Liebe Grüße, Svenja

  2. Ui, vielen Dank für die Verlinkung! 🙂

    Ich habe mir gleich mal das Fluter Magazin heruntergeladen. Das wird vielleicht meine Abendlektüre, wenn ich durch das 200-seitige Paper durch bin. Womit wir wieder beim Thema Tablet und eReader wären…

    Liebe Grüße in die fremden vier Wände, die hoffentlich etwas Heiterkeit zulassen. 🙂
    Philipp

  3. Bezüglich eines Minimalismustreffens: Immer noch ich, wobei es Ort-und Zeitabhängig ist (mit Kind).

    Das Radieschen find ich immer noch gut (gibt auch immer veganes). Karton ist auch nett. YellowBirdCoffee hat auch einiges Veganes im Angebot und viel Platz (ist allerdings auch ziemlich beliebt und gerade sehr in, da noch neu und auch toll). Das ist alles in der Neustadt. Cafe Marianne ist toll (nahe Osterdeich / im Viertel). Cafe Heinrich (da weiß ich nur nicht, wie es mit veganes Sachen aussieht, und es gab einen Besitzerwechsel). Ins Blaue fand ich auch sehr nett. LG Nanne

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