Netzhighlights

Unsere Netzhighlights – Woche 14/2016

Stellt euch vor ihr wacht auf, es ist Sonntag und der Hund hat die Zeitung aufgefressen? Kein böser Traum, sondern schreckliche Realität? Keine Angst, wir haben genau das Richtige für euch: Netzhighlights! Uns ist diese Woche wunderliches geschehen, denn wir haben unsere Familien ungefähr 4x häufiger gesehen als ursprünglich geplant und entgegen der gängigen Erfahrung, dass man sich zeitnah auch mal auf den Keks geht, haben wir Tag für Tag einfach nur genossen und tolle Stunden gehabt.

Daher unser Tipp fürs Wochenende: Entspannt durch die Netzhighlights blättern und danach die Familie besuchen. Die Temperaturen steigen, bei uns zwitscherten zum Aufstehen die Vögel und eventuell bekommt ihr sogar Sonne ab. Von Spaziergängen über Gartenarbeit bis hin zum gemeinsamen Rumchillen in den Gartenstühlen finden sich unendlich viele Möglichkeiten den Tag zu genießen.

(Anmerkung: Und wenn Familie so gar nicht dein Ding ist, dann lies einfach Familie = Freunde!)

Und solltest du wie wir dazu neigen dich selbst Sonntags schlecht zu fühlen, wenn du nichts lernst, lass uns vorsorgen. Lerne in den Netzhighlights diesmal etwas über Steuererklärungen, die Möglichkeiten historischer Bildung mit dem Brettspiel und hormonfreie Verhütung.

sadfsh

1. Angelika Schoder hat für ihren Blog darüber nachgedacht, ob sie einen Newsletter anbieten möchte. Aus Überlegungen, Gesprächen und Diskussionen entstand letztlich der Entschluss sowas in der Art eines Newsletters anzubieten. Mir gefällt sehr gut, wie offen sie mit dem Thema umgeht und für den ein oder anderen findet sich im Beitrag sicher eine gedankliche Anregung zum Umgang mit sozialen Medien und Newslettern. Außerdem gefällt der Beitragstitel: Nutzlose Newsletter, ordinäre Oktopusse und hübsche Handtrockner

2. Endlich bin ich Steuererklärung für 2015 losgeworden. Also ich will mich überhaupt nicht beschweren, denn ich hab jemanden ganz großartiges in der Familie, der einen Spaß daran hat, diese zu erstellen und mir den Großteil vorbereitet hat, aber insgesamt ist es schon alles etwas wirr. Muss das so sein? Das Seltsame ist ja, dass wir meist nur Daten ausfüllen, auf die der Staat ohnehin Zugriff haben könnte. In Schweden wird beispielsweise vom Staat die Erklärung gemacht, der Steuerzahler bekommt eine SMS und wenn er sieht, dass alle Daten richtig sind, sendet er eine E-Mail mit dem Text „ja“ zurück und fertig ist die Steuererklärung. Es könnte alles so einfach sein. Derek Thompson im Atlantic über die Steuersysteme dieser Welt.

3. Wir alle lieben Brettspiele. Unter ihnen haben nicht wenige ein historisches Thema und wer sich Rezensionen im Internet durchliest wird schnell mal den Verweis finden, dass ein solches Spiel in den Geschichtsunterricht gehöre. Daniel Bernsen, dem ihr für weitere coole Sachverhalte dieser Art auf Twitter folgen solltet, hat sich in der vergangenen Woche das Histogame angeschaut. Aus der hohen Komplexität resultiert eine beachtliche Spiellänge, die den Einsatz im Schulunterricht nahezu unmöglich macht. Dafür schließt der Autor aber darauf, dass das Szenario allen Beteiligten ein sehr gutes Gefühl für die dargestellten deutsch-deutschen Beziehungen gibt: Mit Brettspielen Geschichte(n) erzählen…

Svenja (Apfelmädchen)

1. Weißt du, wieso die Farbe pink heute vor allem als Mädchenfarbe gesehen wird? Ich wusste nur, dass es noch vor einigen Jahrzehnten ganz anders war. Wieso, weshalb, warum zeigt dieses Youtube-Video: How did pink become  a girly color? 

2. Terrorismus ist ein Thema mit dem wir uns fast täglich beschäftigen. Einen interessanten (und ausführlichen) Artikel zu der Frage, ob der IS (oder Daesh) Europa systematisch ins Visier nimmt und wer hinter den jüngsten Anschlägen steht, gibt es bei der NYTimes zu lesen: How ISIS built the machinery of terror under Europe’s gaze

3. Einen Monat ohne EC- oder Kreditkarte? Während wir gerade unsere erste Kreditkarte beantragt haben, fragt sich Manuel, wie gut es zu schaffen ist einen Monat lang auf das Plastikgeld zu verzichten: Ohne Karte zahlen… Geht das?

4. Und zum Abschluss noch ein wichtiger Text von Kathi auf Kleiner3 über ihre Erfahrungen mit der Pille und hormonfreie Verhütung: Hormonfrei und dann?!

Wir wünschen euch einen familiären Sonntag,
Apfelmädchen & sadfsh

4 Kommentare zu “Unsere Netzhighlights – Woche 14/2016

  1. Hallo Marc,

    vielen Dank fürs verlinken. Ich überlege jetzt übrigens nach Schweden zu ziehen – so eine Steuererklärung klingt sehr verlockend! 😉

    LG Angelika

    • Hallo Angelika,

      den Wunsch mich in Skandinavien niederzulassen, habe ich irgendwie schon seit Jahren, auch wenn es bisher eher wenig mit der Steuererklärung zutun hatte. Ist allerdings ein wirklich gutes Argument. Außerdem würde es eine spannende Werbekampagne abgeben, die nicht mit den üblichen „Wetter, Sehenswürdigkeiten“ glänzt, sondern lebensnah(er) ist : )

      Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag
      Marc

  2. Hallo ihr beiden,

    es freut mich zu lesen, dass auch noch andere zum gleichen Schluss in puncto Newsletter kommen. Ich stand vor einem Jahr ja vor der gleichen Frage.

    Schweden ist auch beim Ummelden des Wohnsitzes viel unkomplizierter! Das käme mir schon sehr entgegen. Und ich verstehe einfach nicht, warum der Großteil der Länder da nicht nachzieht.

    Ich empfinde, dass generell sehr wenig über die hormonollen Auswirkungen entsprechender Verhütungsmittel auf den Körper gesprochen wird. Umso erschreckender, dass viele Männer voraussetzen, dass Frauen die Pille nehmen. Und auch sehr anmaßend.

    Liebe Grüße,
    Philipp

    • Hallo Philipp,

      jetzt hast du mich neugierig gemacht, wie die Ummeldung in Schweden funktioniert. Heraus mit der Sprache! : )
      Bezüglich der Thematisierung hormoneller Auswirkungen bin ich unschlüssig, was die Zukunft bringt. Einerseits kommen wir langsam in die Zeiträume, in denen die ein oder andere Langzeitstudie Ergebnisse bringen kann, andererseits erwarte ich eine sehr starke Lobbyarbeit der betroffenen Unternehmen, wodurch es eventuell nie zu einer Diskussion kommt.

      Liebe Grüße
      Marc

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