Netzhighlights

Unsere Netzhighlights – Woche 10/2016

Svenja steuert geradewegs auf eine Prüfung zu, weshalb wir selbst von den wenigen Sonnenminuten der letzten Tage nur wenig mitbekommen haben. Auch die Netzhighlights müssen diese Woche auf Apfelmädchens tolle Beiträge verzichten, aber ich habe mich bemüht vielseitige Artikel für euch herauszusuchen. Ab der nächsten Woche ist Svenja dann mit allen ihren Superkräften wieder bei uns!

Viel Spaß diese Woche mit der Identitätskrise(?) eines deutschen Museums, künstlicher Intelligenz und Architektur für Hörgeschädigte.

sadfsh

1. Ein kleiner „Spaß“ im Internet. Ein Witz, dessen Ironie nicht begriffen wird. Wenn man nicht in die Riege der Komiker_innen gehört, ist in Sekundenschnelle das Leben zerstört. Jon Ronson hat für die New York Times mit Menschen gesprochen, deren z.B. Tweets an den Pranger gestellt wurden und die nahezu immer mit Jobverlust und Depressionen enden.

2. Monika Fenn schreibt diese Woche über das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Preußen, so die Autorin, lässt sich hervorragend vermarkten. Da Museen nicht direkt mit Geld überschüttet werden, könnte dies zur Folge haben, dass die einzige Möglichkeit einer lukrativen Zukunft darin besteht eine preußische Erfolgsgeschichte zu schreiben. Dadurch werden mögliche Ausstellungskonzeptionen massiv eingeschränkt. Wenn ihr das nächste Mal ein Museum besucht, achtet doch einmal darauf, ob die Darstellung einseitig erscheint und fragt euch, ob das Gesehene wirklich alles darstellt, was man hätte sagen können.

3. Stephen Wolfram interessiert sich dafür, wie Künstliche Intelligenz die Menschheit in Zukunft beeinflussen wird. Eines seiner eigenen Ziele ist es eine Sprache zu erfinden, die beide Seiten – Menschen und Maschinen – verstehen können. Wir Menschen können uns untereinander austauschen, ein Computer kann mit Ausnahme einfacher Fragen jedoch nicht allzuviel damit anfangen. Wir können eine Maschine darauf programmieren komplexeste Arbeitsvorgänge automatisch zu erledigen, allerdings verstehen nur die wenigsten Menschen den dafür notwendigen Code. Wird es möglich sein eine Sprache zu entwickeln, die einer breiten Bevölkerungsmasse diese Konversation mit Maschinen erlauben würden?

4. Gelegentlich fällt es uns schwer positiv zu sein. Roger Lawson hat seine 6 Tipps für ein positives Leben zusammengestellt, damit wir auch in doofen Phasen die Ruhe bewahren und das Glück nicht übersehen.

5. 2007 gab es in den USA rund 55.000 Journalist_innen. Im letzten Jahr waren es nur noch 33.000. Deutsche Zeitungen haben in den vergangen beiden Jahrzehnten fast ein Viertel ihrer Auflage verloren. Viele Jahrzehnte lang waren es die Journalisten, die uns Dinge berichtet haben, die wir ansonsten niemals erfahren hätten. Die für uns den Charakter der Politiker_innen analysierten und erklärten, was eine bestimmte Veränderung in der Wirtschaft für Folgen haben wird. Heute werden ältere Vertreter der Zunft häufig rausgeschmissen. Zu teuer, zu langsam (präzise und aufmerksam), zu wenig in den sozialen Medien unterwegs. Nachrichten müssen schneller gehen, Geschwindigkeit ist wichtiger als Qualität. Und die fähigsten Journalist_innen fahren heute manchmal nur noch Taxi. Das kommt davon liebe Welt, wenn alles zu teuer ist. Die Geschichten, die wir wirklich lieben, werden bald nicht mehr geschrieben.

6. Wir kennen Architektur, die sich bemüht Menschen mit Gehbehinderung die Fortbewegung möglichst einfach zu machen. Funktioniert das auch für taube und hörgeschädigte Menschen? Eine faszinierende Forschung und ein Sachverhalt, den ich vorher nie bedacht habe: How architecture changes for the deaf

Wir wünschen euch einen schokoladigen Sonntag,
Apfelmädchen & sadfsh

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