Minimalismus Treffen 2015 in Frankfurt | Apfelmädchen & sadfsh
Minimalismus

Von Smartphones, Minimalismus und gutem Essen (Minimalismus-Treffen 2015)

Neulich besuchten wir meine Eltern und mein Vater gab mir sein altes Smartphone, damit ich endlich ins 21. Jahrhundert aufbrechen kann. Die Reise zum diesjährigen Minimalismus-Treffen war der erste Härtetest, um auszuprobieren, wie harmonisch unser Miteinander ist. Noch nicht einmal in den Zug eingestiegen, fragte ich Svenja hochmotiviert, wie denn der diesjährige Twitterhashtag laute, nur um Sekunden später aus allen Wolken zu fallen.

MM15FM.

MM15FM? Wer auch immer sich das ausgedacht hat, ist 700.000 Menschen eine Entschuldigung für die falsche Abkürzung schuldig. Es heißt natürlich Ffm und ich kann mir vorstellen, wie sich die gesamte Stadt Frankfurt aufgemacht hätte uns zu treffen, hätte sie nur – mit korrektem Hashtag – davon gewusst.

Egal. Ich sollte flott feststellen, dass deutlich schwerwiegendere Probleme auf mich warteten.

Wenn sadfsh eine Reise tut…

Eine Stunde später stiegen wir in das wohltemperierte Auto von Michael, der übrigens schon wieder audiovisuell in eurem Multimediaabspielgerät zu empfangen war, und begannen den zweiten Teil unserer Reise. Vielen Dank an dieser Stelle für die diversen veganen Gummibärchen und Kekse. Und die tollen Gespräche im Stau.

Nach einem kurzen Besuch im Rödelheimer Hof, in dem alle außer uns ihre Nachtstätte gefunden hatten, reisten wir weiter zu Isabell, die uns freundlichsterweise nicht nur ein Bett, sondern auch einen Ventilator zur Verfügung stellte. Angetrieben vom Hunger machten wir uns aus in eine nahegelegene Kneipe und verbachten dort einen unterhaltsamen Abend mit interessanten Unterhaltungen und leckeren Bratkartoffeln. Von der Tatsache, dass wir quasi direkt in einer Einflugschneise des benachbarten Flughafens schliefen, merkten wir nichts. Wenn ich einmal schlafe, weckt mich kein Lärm der Welt.

Der nächste Morgen…

Einen Einblick in die Welt der Reichen und Reicheren durften wir bei einem leckeren Frühstück in Frankfurts Bankenviertel (Vevay, falls ihr in der Nähe wohnt) erhaschen. Es gab 1x Brotfrühstück mit diversen Aufstrichen, 2x Pancakes, wobei ich von Svenjas Abneigung gegenüber Ahornsirup profitierte und zwei Portionen genießen durfte und 3x Latte Macchiato mit Mandelmilch.

Solltet ihr bis hierhin das Gefühl haben mein Beitrag wäre recht stark aufs Essen fokussiert… ihr habt Recht.

Also weiter im Text.


Nach einer freundlichen Begrüßung packte Michael erneut die Gummibärchen aus, die am Vortag nicht leer geworden sind. Aufgrund der unglaublichen Zahl minimalistischer Gummitier-Konsumenten durften wir uns am späten Nachmittag zu einem nahegelegenen Parkfest aufmachen, um dort weiterzuessen (Pizzaschnecken mit Pesto…lecker lecker). Die halbe Stunde, welche wir mit Hin- und Rückweg sowie Aufenthalt verbracht haben, war übrigens identisch mit der halben Stunde, die es am Samstag geregnet hat.

Nach unserer Rückkehr neigte sich der Tag seinem Ende zu und wir mussten langsam planen den Bahnhof zu erreichen, da wir spät in der Nacht zuhause ankommen wollten. Insgesamt reichte die Zeit allerdings noch aus, um Verena an ihrem Fernbus zu verabschieden und einen uns empfohlenen Bagel (bei Coffee Fellows) zu mampfen. Zuhause aber, Überraschung, gab es dann nichts mehr zu essen.

(Anmerkung Apfelmädchen: Ich glaub, sadfsh hat unterwegs im Zug noch was gegessen…)

Keine Kekse & ein großes Danke

Trauriges Highlight dieses Treffens war das fehlende Interesse an meinen Keksen. Aufgrund der Wärme haben wir davon abgesehen Schokokekse mehrere hundert Kilometer zu transportieren, aber im letzten Jahr gab es noch Anfragen, weil sie vermisst wurden. In den vergangenen 12 Monaten wurde das Wissen um den großartigsten Geschmack, den ein Minimalist produzieren kann, aber wohl wegrationalisiert. (Ich bin natürlich weder eitel, noch sauer und es ist absoluter Zufall, dass mein Beitrag sich so um das Essen drehte.)

Sollte das Treffen in meiner Darbietung etwas kurzgekommen sein, empfehle ich euch die Beiträge von Michael, Frau Momo, Gabi, Andrea und dem Magazin für Restkultur.

Mein ganz besonderer Dank gilt meiner großartigen Svenja, einfach weil halt. Frau Momo für das schönste Gespräch des Wochenendes, materialfehler für Wissen und Lebensfreude, die sie mit mir geteilt hat. Michael, ohne den es das Treffen nicht geben würde, Isabell (und M.) für das unglaublich herzliche Willkommen. Finn für den tollen Veranstaltungsort und Frau Ding Dong für das euphorische Erzählen über ihren Urlaub.

27 Kommentare

  1. Hach, wunderschön geschrieben und ein sehr amüsanter Rückblick. Wirklich schön!

  2. hehehe 😀 Ich danke auch und lach immer noch über den Witz mit dem Urheberrechtsproblem ;D hahaha

    • Und ich habe eine Dresdener Freundin sofort aufgefordert Parkeisenbahn zu fahren : )

      • In Wien im Prater (die Parkanlage, nicht der Vergügungspark) gibts auch eine, auch mit Dampf, aber offenbar ohne die ernsten Kinder. Also besser nach Dresden.

  3. Pinkback: Das #Minimalismus-Treffen in der Stadt ohne Namen #mm15fm | Matthias Rückel

  4. WO WAREN KEKSE?!?!???!

      • Hab erst beim zweiten Durchlesen kapiert, dass ich keine Kekse gesehen hab, weil keine da waren. Ich hab nur auf das Reizwort reagiert und sofort panisch kommentiert. Allein schon für deine vielgelobten Schokokekse muss das nächste Treffen wann kühler stattfinden.

  5. Pinkback: Digitale Nomaden – mein Vortrag auf dem Minimalistentreffen in Frankfurt am 18. Juli | Weggedacht

  6. Gabi hat völlig Recht, da kann ich nur zustimmen!! Klasse Artikel, das Lesen hat mir total Spaß gemacht (und die Unterhaltung mit Dir am Samstag auch!)
    Vielen Dank 🙂

    • Danke Andrea,
      es hat mich auch gefreut etwas erzählen zu dürfen, nachdem ich monatelang nur geschrieben habe.
      Viele Grüße

  7. Ich glaube, die Person, die lautstark nach den Kekse verlangt hat, war dieses Jahr nicht dabei (und ich mein nicht mich…)

    Die Zeiten waren noch schön, als man in Zügen die Fenster aufmachen konnte…

    • Bitte schiebe doch deine Keksgelüste nicht auf rage ab.
      Beim nächsten Mal müsst ihr alle wieder dabeisein!

      • Dann bin ich für Bremen, als Treffpunktsort! :o)

      • Den Vorschlag würde ich schnell beim Organisationskomitee einreichen. Bewerbungen aus Berlin und München sind bereits eingegangen, Bremen könnte also eventuell 2018 Ausrichter werden.

      • Hiermit bewirbt sich dann auch die Schweiz ganz hochoffiziell als Ausrichter des nächsten Treffens. Und Kekse gibt’s hier auch! Versprochen!

      • Berlin fände ich ebenfalls super!

  8. Hey hey 🙂

    hätte ich gewusst, dass mein Bus ewig Verspätung (fast 40 Minuten) hat, wäre ich noch mit zum Fellows gekommen und hätte auch nen Bagel genossen 😉 Wobei, die Busfahrt war am Ende leider so ruckelig, dass mir dieses Mal tatsächlich ein wenig schwindelig war, als ich dann endlich wieder aussteigen konnte. Vllt wär dann Bagel vorher und evtl sogar noch ein Kaffee dabei dann auch keine gute Idee gewesen 😉

    Svenja, du magst kein Ahornsirup? Dann wären meine veganen Haferflocken-Cranberry-Ahornsirup-Cookies, von denen ich in der S-Bahn erzählt hab, wohl doch nix für dich….obwohl, probieren würdest du ja sicher mal, oder? 😉

    Auf eine keksreiche Herbst/Winterzeit kann ich an dieser Stelle einfach mal sagen! Ich bin wirklich gewillt es mal zu schaffen bei nem Stammtisch ne Dose mitzubringen 😀

    Liebe Grüße nach Essen,
    verena

  9. Danke, sadfish! Nothing more to say.

  10. Jetzt komme ich doch auch mal endliche dazu euren Artikel zu lesen 😉

    Toller Bericht, manchmal würde ich auch gerne so schreiben können, oder vielleicht probiere ich es einfach mal. Euer neues Design ist wirklich toll.

    Lg Michael

  11. … als es Deine leckeren Kekse vor zwei Jahren in Essen gab, war es auch nicht gerade sehr kühl, soweit ich mich erinnere;-).

    Viele Grüße aus dem Bewerberort für das Minimalismustreffen 2016 Berlin
    von Anja …,

    die außerdem den Vorschlag „eingereicht“ hat, künftig möglicherweise eine nichttropische Jahreszeit für dieses alljährliche Treffen zu wählen …

    • Da erinnerst du dich vollkommen zurecht. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte dort 30 Minuten Angehweg statt min. 3 Stunden Anfahrt im Fall normalen Verkehrs : )
      Liebe Grüße

  12. Pinkback: Minimalismus Jahrestreffen Rückblick | Minimalismus-Tipps

  13. Pinkback: 1 Tag, 90 Menschen, 1 Thema - Das war die Minimal Kon 2016! | Apfelmädchen & sadfsh

  14. Pinkback: Das #Minimalismus-Treffen in der Stadt ohne Namen #mm15fm | Matthias

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