Minimalismus

Minimalismus in der Partnerschaft: So funktioniert es bei uns!

Dir ist der Start in ein einfaches Leben geglückt, aber der Mensch an deiner Seite blickt noch immer skeptisch zu dir hinüber, wenn du wieder etwas aussortierst? Mit ein paar ganz einfachen Kniffen kannst du das Konzept erklären, ohne zu überfordern. Dabei erreichst du vielleicht, dass ihr bald gemeinsam reduziert. Und wer weiß, welchen Spaß man in der freigewordenen Zeit, die man nicht mehr der Pflege von Besitz opfern muss, haben kann.

Im neuen Video zeigt Marc dir, wie Minimalismus in der Beziehung für uns klappt. Vor einigen Monaten haben wir das Thema bereits in Textform behandelt: Wie kann Minimalismus in der Partnerschaft funktionieren?

Über Tipps & Hinweise freuen wir uns und alle Mitlesenden in einer Beziehung sich bestimmt ebenfalls. Einfach in die Kommentare damit!

P.S.: Für alle, die das eingebettete Video nicht sehen können, hier der direkte Link: Video auf Youtube.

Heißt zwar Apfelmädchen, mag aber eigentlich lieber Erdbeeren als Äpfel. Lebt minimalistisch, nachhaltig und vegan. Studiert Psychologie. Liest leidenschaftlich gerne Bücher & Comics. Interessiert sich für die Zukunft (Science Fiction, Dystopien, Postwachstumsökonomie), aktuelle Politik und Feminismus. Organisiert von Zeit zu Zeit Events wie die Konsumauszeit oder die Minimal Kon. Verbringt zu viel Zeit auf Twitter.

12 Kommentare zu “Minimalismus in der Partnerschaft: So funktioniert es bei uns!

  1. Also, erst mal find ich die „fehlenden“ Haare super, man sieht mehr von deinem netten Gesicht! 😀

    Aber genug der Oberflächlichkeiten, wieder ein Mal ein tolles Video von dir! Ich find super, dass du so explizit betonst, dass man nicht einfach die Sachen des Partners wegminimalisieren darf – auch wenn das leider selbstverständlich sein sollte, liest man doch zu oft so Tipps wie „Pack die Sachen doch einfach heimlich weg und guck ob er/sie es merkt, hihi, und wenn nicht hast du einen Sieg errungen!“… Das ist einfach kein Bild von einer Partnerschaft, das ich teilen oder unterstützen kann.

    Und die Idee mit den Boxen mag ich sehr, meine Mami hat früher schon für mich und meine Schwester „Ich-Boxen“ angelegt mit unseren ersten Stramplern, Babysocken, unseren Schultüten von der Einschulung usw und wir beide stöbern da heute noch wahnsinnig gerne durch!
    Mütter sind ja bekanntermaßen eh die allerbesten Menschen auf der Welt! 😉

    Meine persönlichen Erinnerungsboxen ufern allerdings momentan etwas aus und für die Zeit nach den Prüfungen hab ich mir schon fest vorgenommen, mich da endlich mal ranzumachen und etwas auszusortieren – denn ich brauche wirklich nicht jede Geburtstagskarte seit meinem 15. Lebensjahr und jedes Kinoticket 😉

    • Kurzer Tipp in Sachen Karten: Ich hebe pro Geburtstag immer 3 Stück auf, die ich besonders schön fand oder über die ich mich besonders gefreut habe. Das reduziert die Menge sehr 🙂

    • Buhuhu sie fehlen mir so sehr : ( Aber wenn sie zu einem guten Zweck ihre Existenz gelassen haben und mir auch noch ein so freundliches Lob einhandeln, möchte ich versuchen den Tag dennoch in einem positiven Licht zu sehen.

      Meine Erinnerungsbox ist schon länger nicht gewachsen, was aber eventuell auch damit zusammenhängt, dass ich sie auf den wenigen Quadratmetern hier verloren habe. Sie steht irgendwo. Und wenn ich mich daran erinner, schau ich bestimmt mal wieder rein. Kinotickets sind ein unheimlich interessanter Punkt. Wir heben die auch häufig auf oder kleben sie für ein paar Wochen an den Kühlschrank, aber in jüngster Vergangenheit sind sie mir nicht mehr allzuwichtig. Meine Nightwish-Tickets und die Platzkarten fürs Westfalenstadion hingegen betrachte ich derzeit noch als unantastbar. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass sie entgegen des Filmes, den man nocheinmal anschauen kann, nicht mehr auf die gleiche Weise nachzuempfinden sind. Ja, ich könnte nochmal ein Spiel anschauen, aber das ist nicht dasselbe wie da zu sein und zu singen. Tolles Beispiel jedenfalls für dieses teilweise irrationale Verhalten beim Aufheben von Erinnerungen. Danke dafür!

      Viel Erfolg für deine Prüfungen!
      sadfsh

      • Konzerttickets und Festivalbändchen würde ich auch in eine ganz andere Kategorie einordnen als Kinotickets! Da wird bei mir auch Nichts wegkommen! 😀
        Rational begründen halte ich da aber für zwecklos, ich hab mich halbwegs damit abgefunden 3/4 meiner Entscheidungen aus irrationalen Gründen zu treffen!

  2. Wichtige und gute Hinweise! Mit den eigenen Sachen weiter machen: das finde ich einen wichtigen Ansatzpunkt und nicht zu unterschätzen, gerade auch wenn man mit Nicht-Minimalisten zusammen lebt. Selbst leben, selbst vorleben – irgendeine Wirkung und Auswirkung hat das in jedem Fall immer. Und: es ist erstaunlich, welchen überflüssigen Kleimkrams ich dadurch bei mir noch gefunden habe.

  3. Ich hab auch so eine Box und ich entrümple dort immer wieder. Früher waren es mal mehrere. Fürs Kind mache ich auch eine, weil ich wirklich toll fand, dass meine Mutter eine Babydecke von mir angeschleppt hat und mein Baby darauf jetzt liegt.

    Minimalismus in der Partnerschaft: Bei uns hilft einfach grundsätzlich, dass wir beide ähnlich denken und uns bei den Besitztümern weitestgehend einig sind. Ich hab auch für meinen Mann mitentrümpelt und das war okay, wobei hier auch ca. Zehn DVDs sind die ich nie wegtun würde, weil sie ihm wichtig sind. Oder die zwei neuen Kaffeetassen, die er schön findet.
    Ich kann es mir aber auch anders einfach nicht vorstellen. Minimalismus als Oberbegriff hat so viel Veränderungen in mein Leben gebracht, mit jemandem, der das nicht mit tragen könnte – wir wären vermutlich einfach nicht mehr zusammen.

    • Hallo Nanne,
      uns hilft es auch enorm, dass wir heute im Prinzip auf einer Wellenlänge dahinminimalisieren, aber zu irgendeinem Zeitpunkt war mir der Gedanke noch fremd. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, dass es mir bei der ersten Erwähnung relativ egal war, dann aber nicht sage „mach du halt“, sondern „wenn du es probieren willst, probieren wir das eben“. Vermutlich konstruiere ich mir die Erinnerung damit aber so, dass ich das Gefühl habe, den Prozess selbst mit in Gang gebracht zu haben. Daher sympathisiere ich mit beiden Seiten ungemein – denjenigen, die anfangen wollen zu reduzieren, weil ich weiß wie gut es sich anfühlt und denjenigen, denen es zu Beginn egal ist.

      Ich kann mir hingegen nur schwer vorstellen, wie es ist, wenn zwei Menschen zusammenleben, die ganz andere Vorstellungen haben, hoffe aber, dass ich aber wenigstens ein paar Möglichkeiten aufzeigen kann, die funktionieren könnten. Experte bin ich da aber sicher nicht.

      Ich wünsche dir einen schönen Tag
      sadfsh

  4. Hallo Marc!

    So eine Erinnerungsbox habe ich auch schon seit sicher 10 Jahren. Das war einer der wertvollsten Tipps, die ich je bekommen habe.

    Bei mir war und ist es eher umgekehrt, mein Partner ist noch viel, viel minimalistischer als ich. Da werde ich im Leben nicht hinkommen, will ich auch gar nicht. Ich versuche mich auch gar nicht erst zu messen/zu vergleichen. Mein Leben ist anders verlaufen als seines (ich habe z.B. Kinder) und ich lege auf andere Dinge wert (z.B. meine Hobbys).

    Ich kann Dir also von der anderen Seite berichten, was hat er erfolgreich gemacht. Er hat mich nie zu etwas gedrängt, immer nur vorgelebt, wie es auch geht. Mit der Zeit konnte ich erkennen, dass es auch ganz anders funktioniert als ich es gewohnt war.

    Er hat mich auch ausprobieren lassen. Z.B. habe ich viel zu viel mitgenommen in meinem ersten „Wildnis“-Urlaub in Griechenland. Ich konnte es mir nicht vorstellen und habe mehr Sicherheit als nötig gebraucht. Beim zweiten Mal war alles dann ganz anders.

    Ich denke es ist wichtig den anderen ausprobieren zu lassen, wie man damit zurecht kommt. Ich lege wert auf seine Meinung, habe aber die Freiheit es anders zu machen ohne dass er beleidigt ist, weil ich seinem Rat nicht folge.

    lg
    Maria

    • Hallo Maria,

      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns allen geteilt hast. Hattet ihr denn beide schon eine minimalistische Ader, als ihr euch kennengelernt habt oder ist der Funke erst durch ihn zu dir übergesprungen?
      Als wir das letzte Mal im Urlaub waren, haben wir uns einen Koffer geteilt und, wenn ich meiner Erinnerung trauen darf, vielleicht noch einige Kleidungsstücke in einem Rucksack dabei. Ist natürlich davon abhängig, wieviele unterschiedliche Freizeitaktivität man plant und ob diverse z.B. Schuhpaare benötigt werden, aber in vielen Fällen kommen wir glaube ich mit weniger aus, als wir zunächst glauben.

      Liebe Grüße
      sadfsh

      • Hallo Marc!

        Er war defintiv VIEL weiter als ich und hat mich damit angesteckt, dass ich mein Verhalten auch stärker hinterfragt habe.

        Herr Widerstand war sein ganzes Leben lang minimalistisch, sein Beweggrund ist, dass er lieber mehr Freizeit hat als zu arbeiten und dafür halt nicht so viele Dinge besitzen will.

        lg
        Maria

      • Hallo Maria,
        Herr Widerstand hat eine sehr lobenswerte Einstellung, wenn er sie durchsetzen kann.

        Liebe Grüße
        Marc

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