Minimal Kon 2016 | Apfelmädchen & sadfsh
Minimalismus

1 Tag, 90 Menschen, 1 Thema – Das war die Minimal Kon 2016!

Marc: Moin moin. So einige Tage vor der Minimal Kon 2016 warst du ganz schön nervös. Und dann war es ganz flott vorbei. Wie geht es dir? Und welches Gefühl hast du eine Woche nach dem großen Event?

Svenja: Entspannt. Und ein bisschen euphorisiert. Das war mein erstes Mal. dass ich so eine große Veranstaltung organisiert habe und dann ist zum Glück gleich alles gut gelaufen. Hoffentlich war das nicht nur Anfängerinnenglück. Gerade die Vorträge, sowas hatten wir in dem Ausmaß vorher noch nicht.

Unsere persönlichen Highlights:

Marc: Die Vorträge haben mich ja etwas zwiegespalten hinterlassen, wie ich gestehen muss. Ich hab zwar selber einen gehalten und fand es toll, wie sehr alle mitgemacht haben, aber andererseits war es ein schon ein großer Unterschied zu den bisherigen Treffen. Trotz allem haben mir die Gespräche zwischendurch immer noch mehr Freude bereitet. Mit Blick auf die Minimal Kon 2017 würde ich trotzdem nie auf die Idee kommen auf Vorträge zu verzichten. Und solang wir die Dachterasse im Unperfekthaus haben und dort ein wenig philosophieren können, bin ich glücklich.

Ein Aha – Moment zur Medititation

Svenja: Für mich waren die Vorträge insofern besonders, als dass wir eben so eine Art Struktur in den Tag bringen konnten. Etwas, was sich viele Teilnehmer_innen gewünscht haben. Jemand (wer war das gleich noch?) beschrieb das Konzept ganz passend als „strukturierte Anarchie“. Mich persönlich hat der Vortrag von Gabi Raeggel sehr begeistert. Nicht nur ihre lockere und ehrliche Art über Meditation zu sprechen, sondern auch die Übung ganz am Anfang. Während wir nämlich alle da saßen und versucht haben, unseren Atem zu spüren, ist mir klar geworden, dass ich diese Technik schon seit meiner Kindheit nutze. Zum Einschlafen. Ich wusste nur nie, dass das Meditation ist. Und meine bisherigen Erfahrungen mit Meditation sind ja auch eher so lalala gewesen (Wir erinnern uns: Aus den Augen, aus dem Sinn.)

Marc: Meine auch und ich muss gestehen, dass sich das wenig geändert hat. Ich sehe bei der Meditation den Nutzen, kann mich im Alltag aber nicht dafür begeistern. Mir gefiel, dass während Joachims Vortrag viele Menschen aus sich herausgekommen sind und es war zumindest mein Gefühl, dass sie glücklich waren einmal etwas loswerden zu können, was sie gegenüber ihnen Nahestehenden vielleicht nicht so einfach formulieren könnten. Daneben begeisterten mich das Kichererbsen-Curry und die gebratenen Bohnen, aber das ist eine ganz andere Geschichte : )

Keine Minimal Kon ohne Essen 🙂

Svenja: Außerdem habe ich gehört, dass der Vortrag von Olga zu Zero Waste sehr gut angekommen ist. Weil uns das Thema ja auch schon länger beschäftigt und am Herzen liegt, freut mich das Feedback besonders. Aber um aufs Essen zu kommen (das ist ja bei so einem Treffen immer wichtig, siehe Fazit 2015 und 2014): An diesem Wochenende war das Essen zumindest für mich echt super und hat gezeigt, dass man als Veganer_in nicht mehr „nur Salat“ essen muss. Auch das gemütliche Beisammensein am Samstag Abend ist ja mittlerweile schon eine kleine Tradition. Das Zodiac hat uns mit schmackhafter Kost und einladender Atmosphäre verwöhnt, sodass sich sehr schöne Gespräche entwickelt haben. Für mich ein weiteres Highlight der Minimal Kon 2016: Unser klimatisiertes Zimmer 🙂

Das Besondere: Der Austausch & die tolle Atmosphäre

Marc: Ja, auch wenn es vielleicht etwas übertrieben ist ein Zimmer auf ca 15°C vorzubereiten, aber da wir nach dem Einchecken ja nochmal wegwaren, konnten wir es noch angenehm temperieren. Aber wenn wir bei Highlights sind… Dortmund hat am Samstag das erste Saisonspiel gewonnen. Der Abpfiff war für mich ja quasi das Zeichen, ob ich am Sonntag entspannt wäre oder nur faul in einer Ecke rumchille. Einen Aspekt möchte ich noch hervorheben, den ich wirklich großartig finde. Alle Menschen begegnen sich auf Augenhöhe. Unabhängig vom Alter redet man miteinander, es wird auch mal ein kritisches Gespräch über Ansichten geführt, ohne dass die Stimmung darunter leidet. Die Atmosphäre war enorm freundlich und konstruktiv.

Svenja: Stimmt. Für mich macht das definitiv auch das Besondere des Treffens aus. Klar, bei fast 100 Teilnehmer_innen kann man einfach nicht mehr mit jedem_r reden, aber trotzdem bleibt der Austausch bedeutungsvoll. Man führt echte Gespräche und redet nicht über das Wetter oder so. An dieser Stelle möchte ich z.B. Anja und Dieter nochmal für unsere tolle Unterhaltungen danken. Euer Input zu Zeit, Geld und Anerkennung hat mich (mal wieder) zum Nachdenken gebracht. Und genau darum organisere ich diese Treffen (und auch die regionalen Stammtische) so gerne: Wir alle können etwas von unserem Wissen (weiter)geben und erhalten dafür ganz häufig Lebenserfahrung, Gedankenimpulse und Wissen zurück. Win-Win-Win, wie Joachim so passend in der Vorstellungsrunde meinte.

 

Nach der Minimal Kon 2016 ist vor der Minimal Kon:

Marc: Wir könnten da ein Win-Win-Win-Win draus machen, wenn wir uns alle nächstes Jahr wiedertreffen. Steht schon ein Termin und kann ich mich anmelden?

Svenja: Hahaha. Nach der Minimal Kon 2016 ist vor der Minimal Kon 2017, nicht wahr? Ein neuer Termin steht noch nicht fest, aber wir halten dich auf dem Laufenden. Wer ganz sicher nichts verpassen möchte, kann uns (Achtung Werbung in eigener Sache) bei Twitter oder Facebook folgen. Oder schau einfach regelmäßig hier auf dem Blog vorbei. Außerdem verschicken wir jeden Sonntag einen (digitalen) Brief, organisieren einen Lesekreis (#grünlesen) machen manchmal Videos auf Youtube. Und wer unsere Arbeit unterstützen mag, wirft einen Blick auf diese Seite: Unterstützen.

Und zum Abschluss: Ein großes Danke

Zum Abschluss möchten wir nochmals allen Teilnehmer_innen für die wunderbare Veranstaltung danken. Großer Dank auch an die Sprecher_innen, die ihre Zeit und ihr Wissen kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich und verdient an dieser Stelle eine besondere Erwähung. Und einen großen Dank an Michael, der sich wunderbar um die Kommunikation mit dem Unperfekthaus und den Vortragenden gekümmert hat. Wir sind ein super Orga-Duo 🙂

Weitere Zusammenfassungen mit Bildern, Links und Videoeindrücken findest du ab heute Abend auch direkt auf der Seite der Minimal Kon: MINIMAL KON.

6 Kommentare zu “1 Tag, 90 Menschen, 1 Thema – Das war die Minimal Kon 2016!

  1. Es freut mich natürlich, wenn außer dem, was ich erzählt habe, auch meine kleinen, praktischen Meditationsübungen eine positive Resonanz haben. Ich habe es halt gerne pragmatisch, nachvollziehbar, alltagsnah. Wenn man die ganzen Achtsamkeitsübungen mal vom hohen Sockel irgendwelcher überhöhten Ansprüche, Vorstellungen, etc. etc. holt, sind sie eben etwas ganz natürliches, wie einfach beim Einschlafen (klasse!) .
    Der Begriff der „strukturierten Anarchie“ gefällt mir dann ja auch gut. Mich hat auch beeindruckt, wie so ganz unterschiedlich die Motive für Minimalismus sind. Es ist eben nicht „nur“ weniger Dinge, es geht um mehr Lebensqualität.

  2. Hallo!

    Danke für den tollen Rückblick! Leider konnte ich aus terminlichen Gründen nicht mit dabei sein und freue mich daher über die Impressionen.

    lg
    Maria

  3. Hallo Svenja, hallo Marc,

    vielen Dank auch Euch für Euer Engagement vor Ort aber noch mehr „hinter den Kulissen“ …

    Ich habe vor ein paar Tagen ebenfalls einen kurzen Rückblick gepostet :

    #minimalkon16 in Essen – eine Nachlese.

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Anja

  4. Hallo Svenja,
    wenn du „gelenkte Anarchie“ meinst, dann war ich das. 🙂
    Interessant zu lesen in dem Zusammenhang, dass manche die Struktur gut fanden (wegen der Vorträge). Ich fand die Vorträge gut wg der Vorträge. 🙂
    Jetzt aber Schluss mit rumalbern.
    Euch allen 3 ein großes Lob für das was ihr geleistet habt.
    Liebe Grüße
    Eugenia

  5. Hey ihr beiden,

    vielen Dank für die Eindrücke. Ich konnte leider die Videos noch nicht auf der Minimal Kon Seite finden. Ich bin schon ganz aufgeregt 😛

    Liebe Grüße,
    Philipp

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