[Kurz notiert] Kukoon & geldfreier Leben | Apfelmädchen & sadfsh
Minimalismus Nachhaltigkeit

[Kurz notiert] Kukoon & geldfreier Leben (Vortrag Tobi Rosswog)

Kurz notiert ist die Kategorie, in der wir unsere Gedanken und Erlebnisse tagebuchartig niederschreiben – kurz notiert eben. Manches davon schafft es in anderer Form auch in spätere, ausgearbeitetere Beiträge, anders verbleibt in diesem Notizenstatus. Nicht alles ist klug oder wichtig, das meiste ist noch nicht “fertig” gedacht und durchaus zu diskutieren. Dieses Mal berichten wir vom Kukoon in Bremen und einem Vortrag zum Thema geldfreier Leben.

Kukoon: Kulturkombinat offene Neustadt in Bremen

Marc und ich gehen gerne in Cafés, meiden aber Kaffeeketten um jeden Preis (schlechter Geschmack, unfairer Kaffee, hektische Stimmung). In Essen war das Schwesterprojekt vom Unperfekthaus, Konsumreform, unsere Lieblingsanlaufstelle, hier in Bremen suchen wir noch nach einer schönen Alternative mit veganem Angebot. Nach dem Café Marianne im 1/4, haben wir nun das Kukoon in der Neustadt entdeckt. Das Kukoon (Kulturkombinat offene Neustadt) versteht sich nicht als reines Café, sondern als soziokulturelles Zentrum, in dem sich Menschen begegnen können. Fakt ist: Kaffee, Kuchen und Atmosphäre sind super – wir kommen gerne wieder. Und nehmen das Kombinat auf jeden Fall in die engere Auswahl für einen Bremer Ableger der Minimalismus Stammtisch.

Vortrag: geldfreier leben von Tobi Rosswog (living utopia)

Nachdem ich mich ja bereits im letzten Jahr erfolgreich um einen Platz bei der UTOPIKON des Aktionsnetzwerkes living utopia beworben und den Platz dann leider nicht wahrnehmen konnte, war ich gespannt auf den Vortrag zum Thema geldfreier leben von Tobi Rosswog. Gegliedert war der Abend in vier Bereiche (Einstieg, Praktisches, Philosophisches und – ähm – irgendwas noch; Anm. sadfsh: Perspektivwechsel), wurde aber angenehm durch die Fragen der Anwesenden geleitet. Ziel war dabei weniger das starre Vermitteln als vielmehr das Schaffen eines bereichernden Austausches zwischen den Teilnehmer_innen.
Während des Vortrags ging es nicht nur um die Frage, wie das Leben ganz praktisch geldfrei aussehen kann, sondern auch um die Folgen für unser gesellschaftliches Zusammenleben.

Kurzer Hinweis: Weitere Vorträge von Tobi Rosswog zu dem Thema finden am 08.02. in Oldenburg (kreativ:Labor ab 19.00 Uhr, Facebook-Veranstaltung) und am 09.02. in Hamburg (Café Knallhart ab 19.00 Uhr, Facebook-Veranstaltung) statt.

5 Gedanken, die ich mit nach Hause nehme:

Gedanke 1: Utopien

Utopien sind wichtig, um in Bewegung zu bleiben und bestehende Verhältnisse kritisch sowie konstruktiv zu hinterfragen. Ob wir sie erreichen (und ob das überhaupt sinnvoll ist), ist eine andere Frage.

Gedanke 2: Geld und Macht

Geld bedeutet Macht und irgendwie auch Konkurrenz(kampf). Wenn wir unsere Talente und unser Können in die Gemeinschaft geben, profitieren alle Mitglieder davon – unabhängig von ihren finanziellen Mitteln und ihrem damit verbundenen sozio-ökonomischen Status. (So handhaben wir es ja bei Apfelmädchen & sadfsh auch: Wissen ist frei, wir halten nichts für “Premium”-Kund_innen zurück und sagen ehrlich, wenn wir etwas nicht können/wissen.)

Gedanke 3: Übergangsgesellschaft

Momentane Projekte zur Umverteilung von Besitz, Gütern usw. nutzen Räume, die vor allem durch Überproduktion entstehen (z.B. Kleiderspenden, Foodsharing etc.) Das ist zwar wichtig, aber natürlich nur so lange möglich, wie wir in einem System mit Überproduktion und Ressourcen“blindheit“ leben.

Gedanke 4: Konsum

Für jedes Gut, das wir benutzen, sind Rohstoffe, Arbeitszeit etc. nötig – Konsum ist niemals vollkommen “klimaneutral” – auch ein getauschter oder geliehener Pullover wurde irgendwann in unserem kapitalistischen System unter faireren oder ausbeuterischeren Bedingungen produziert.

Gedanke 5: Solidarität

Solidarisch/Fair bedeutet nicht, dass alle das gleiche zu einer Gemeinschaft beisteuern. Es bedeutet, dass jede_r so viel gibt, wie er_sie geben kann. Beispiel aus dem Vortrag: Miete für ein Gemeinschafts(wohn)projekt bei dem alle Bewohner_innen zahlen, was sie aktuell geben können, ohne sich zu verschulden oder sich über ihre Möglichkeiten zu verpflichten – unabhängig von der Größe des genutzten Wohnraumes.

5 Fragen zur Postwachstumsökonomie, die mich jetzt beschäftigen:

Während der Vortrags sind einige interessante Fragen aufgekommen und auch auf dem Weg von Bremen nach Hause haben Marc und ich angeregt darüber diskutiert, wie bestimmte Aspekte der Postwachstumsökonomie zu verstehen sind. Die Fragen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind vielleicht für dich unwichtig/unlogisch oder sogar “dumm” (was auch immer das bedeuten mag), ich möchte sie aber trotzdem zu Papier bringen, um meinen Denkprozess festzuhalten.

Frage 1: Neues System

Brauchen wir ein komplett neues System? Oder ist ein Nebeneinander von mehreren Ideen sinnvoll? Können kapitalistische Elemente neben solchen der Postwachstumsökonomie friedlich ko-existieren?

Frage 2: Macht und Geld

Kann eine Gesellschaft ohne Geld und Macht funktionieren? Was passiert mit Straftätern, wenn wir nicht mehr sanktionieren können? Ist Sanktionieren überhaupt sinnvoll? (Hier meine ich durchaus auch eine Kritik am demokratischen System herausgehört zu haben – die ich so nicht teile!)

Frage 3: Technischer Fortschritt

Wie stehen die Postwachstumsökonomie und auch die Degrowth-Bewegung zu technischen Veränderungen (lies: Fortschritt)? Absolutes nein, weil unser aktueller Wissensstand ausreichend ist? Oder ja? Mit Einschränkungen? Welchen? Wie sieht die Strömung z.B. die zunehmende Automatisierung bzw. den Einsatz von Robotern in der Fertigung? Ich verweise da auch mal auf Frau DingDongs Gedanken zu Zukunftsfähigkeit bzw. Solarpunk.

Copyright: Max Roser, Our World in Data (CC-BY-SA)
Copyright: Max Roser, Our World in Data (CC-BY-SA-Lizenz)
Frage 4: Globalisierung

Ist Globalisierung prinzipiell schlecht? Oder haben wir nicht auch Vorteile daraus gezogen – selbstverständlich aktuell zu Lasten der Umwelt und großen Teilen der Weltgesellschaft. Gibt es einen Weg, wie wir die Vorteile der Globalisierung für alle zugänglich machen können sowie die Nachteile minimieren können? Und ich spreche hier nicht von grenzenlosem Konsum für alle, sondern genug für ein *gutes* Leben für alle.

Frage 5: Freiheit oder Sicherheit?

Streben wirklich alle Menschen nach Freiheit (und/oder Unabhängigkeit)? Oder gibt es nicht auch Menschen, die Sicherheit und Stabilität bevorzugen und sich daher gerne in Lohnarbeit (Anstellung) befinden? (Ich bin immer kritisch, wenn es darum geht, von meiner Lebensrealtität auf die *aller* Menschen zu schließen – jede_r lebt, fühlt und denkt anders.) Hier natürlich mit der Einschränkung, dass die Entlohnung fair sein muss – Arbeiten und trotzdem nicht genug für eine gesellschaftliche Teilhabe zu haben, ist keine Option für mich. Dennoch gehen die Beschäftigungszahlen für abhängige Arbeitsverhältnisse ja nicht zurück und wir erleben auch keinen Boom in der Selbstständigkeit – was natürlich auch mit gesellschaftlichen Strukturen zu tun hat.

Du siehst: Es ist kompliziert.

Das einzige, was für mich feststeht: Es kann nicht bleiben wie es ist – wir brauchen Veränderung.

Heißt zwar Apfelmädchen, mag aber eigentlich lieber Erdbeeren als Äpfel. Lebt minimalistisch, nachhaltig und vegan. Studiert Psychologie. Liest leidenschaftlich gerne Bücher & Comics. Interessiert sich für die Zukunft (Science Fiction, Dystopien, Postwachstumsökonomie), aktuelle Politik und Feminismus. Organisiert von Zeit zu Zeit Events wie die Konsumauszeit oder die Minimal Kon. Verbringt zu viel Zeit auf Twitter.

9 Kommentare zu “[Kurz notiert] Kukoon & geldfreier Leben (Vortrag Tobi Rosswog)

  1. Danke für die Beitrag. Da ihr ja oben geschrieben habt, das sind eher kurze Notizen/Gedankengänge, hoffe ich es ist ok, einen ebenso kurze Gedanken als Kommentar zu posten. Zu „Gedanke 3: Übergangsgesellschaft“:
    Das sehe ich auch so, dass die meisten aktuellen „Lösungen“ nur im Übergang funktionieren. Auch viele „Nachhaltigkeits“-Startups funktionieren aktuell nur, weil der „nachhaltige“ Kundenstamm wächst, sie also eigentlich der gleichen Wachstumslogik folgen. Gleichzeitig denke ich aber auch, lieber solche Unternehmen unterstützen als andere. Aber schafft man damit überhaupt einen grundlegenden Wandel? Und wie sieht denn ein wirkliches Szenario für „danach“ aus? Da fehlt mir irgendwie die Vorstellungskraft…

    Und zu „Frage 5: Freiheit oder Sicherheit?“:
    Für mich sind Freiheit und Unabhängigkeit kein Widerspruch zu Lohnarbeit. Freiheit interpretiere ich eher im Sinne der Wahlmöglichkeit, Meinungsfreiheit, Bildungsfreiheit, etc. Lohnarbeit gibt mir genau die Unabhängigkeit meine Freizeit „frei“ zu gestalten. Damit meine ich auch gedanklich frei. Ich habe mein Studium sehr gemocht, aber danach im „richtigen Job“ festgestellt, dass mir „Feierabend“ sehr gut tut. Das wirklich abschließen, nichts mehr noch tun müssen, das Gefühl meine Freizeit auch verplempern zu dürfen. Selbstständigkeit ist daher für mich – im aktuellen System – überhaupt nicht erstrebenswert.
    (Dazu aber auch wieder meine Lebenswelt: ich habe das Glück eine recht gut bezahlte Arbeit zu haben, die mir Spaß macht. Wenn man nur zur Arbeit geht, weil man muss, sieht es sicher anders aus.)

    • Hallo Adala,

      du bist sogar eingeladen noch deutlich längere Gedanken zu teilen, wenn du Lust hast. Dein Kommentar über den Feierabend bringt mich schwer ins Grübeln. Ich genieße es auch nach hause zu kommen und abzuschalten, allerdings resultiert es bei mir zu 99,99% darin, dass ich mit Svenja eine Serie anschau und danach am Rechner sitz und noch etwas spiele – das macht mir Spaß und ist in Ordnung, gleichzeitig konnte ich im „Studien-chaos“ zwar nie abschalten, meine Zeit aber stärker danach aufteilen, welche Tätigkeit mir zu einem bestimmten Zeitpunkt zusagte. Ich konnte immer schon gut nachts arbeiten, tue ich jetzt aber nicht mehr, nicht mal mehr für meine persönliche Weiterentwicklung. Das mag einfach nur meiner Faulheit geschuldet sein, könnte aber auch daraus resultieren, dass mein Tag jetzt eben nach festen Zeiten in Arbeit und Freizeit geteilt wurde.

      Wirklich erklären kann ich es nicht, denn wenn ich die intrinsische Motivation hätte nach der Arbeit noch etwas zu lesen/lernen/arbeiten, stünde mir diese Option ja offen. Andererseits ist sie vielleicht da, aber kleiner als die Motivation zu spielen.
      Im Prinzip stimme ich also mit dir überein, partiell erkenne ich für mich aber auch Abweichungen. Ob diese Abweichung jetzt bedeutet, dass ich einen Mangel an Freiheit und/oder Sicherheit fühle, vermag ich grad nicht zu beantworten.

      Danke für deinen Kommentar und die Anregung.

  2. Ich denke es gibt viele Menschen, die ein Bedürfnis nach Sicherheit haben und viele die auf der Skala zwischen Freiheit und Sicherheit pendeln. Zudem sind die beiden Begriffe ja Klassiker für das konstruktivistische auseinandernehmen. Ich denke neben dem Begriff der Gerechtigkeit, gibt es kaum Begriffe die noch unterschiedlicher besetzt sind in den vielen, verschiedenen Köpfen auf der Welt. Ich denke psychologische Terminologien wie der des Urvertrauens weisen darauf hin, dass es ein Bedürfnis nach Sicherheit in uns gibt. Ich bin mir allerdings ganz sicher, dass Erwerbsarbeit keine notwendige Bedingung ist, um subjektive Sicherheit zu haben. Ich denke man kann sich durch so viele verschiedene Dinge, Dynamiken, Beziehungen etc. sicher fühlen, wie man sich geliebt, glücklich oder frei fühlen kann. Ich selbst habe, in meiner Profession, einen der sichersten Jobs gewählt den es gibt – glücklicherweise mache ich ihn auch sehr gerne. Ich glaube die Sicherheit, die mir der Job (und auch andere Dinge/Personen/innerpsychische Entwicklungen) geben, gibt mir die Möglichkeit in anderen Lebensbereichen nach Freiheit zu streben. Vielleicht ist es immer heilsam Freiheit und Sicherheit in der Waage zu halten in dem man sie auf unterschiedliche Lebensbereiche verteilt. Der eine verpflichtet sich im Bereich Arbeit, der andere bezieht seine Sicherheit aus Interaktion, und strebt auf wieder anderen Achsen nach Freiheit.
    So oder so ähnlich.
    Vielen Dank für euren Blog 🙂

  3. Ich finde diese Kategorie sehr spannend und gut, gerne mehr davon! V.a. auch nett, dass ich so doch noch ein bisschen vom Vortrag mitbekommen habe.

    Wieso müssen sich Sicherheit und Freiheit denn ausschließen? Wer hat das den bestimmt? Für mich bedeutet eine feste Anstellung überhaupt nicht die Aufgabe meiner Freiheit, und gibt mir die relative Sicherheit einer regelmäßigen Bezahlung. Ich hab echt überhaupt nichts gegen Lohnarbeit und finde auch das Konzept Geld nicht grundsätzlich falsch – ein Tauschmittel. Was ich sehr bedenklich finde, wie unterschiedlich wir mit Geld die Arbeit verschiedener Leute werten. Wenn gewisse Leute für ein Jahr Arbeit Millionen bekommen und für zwei Jahre nicht arbeiten noch eine Abfindung in Millionenhöhe…
    Ich kann mich doch frei und bewusst für eine Festanstellung entscheiden. Gerne, und ggf. dies wieder ändern.

    Bis vor einiger Zeit habe ich gedacht, dass ein Haus zu besitzen Unfreiheit bedeutet. Nein, das tut es aber nicht. Es bedeutet einfach nur, dass man ein Haus besitzt und wie man das darum wertet, ist eine individuelle Sache. Mittlerweile denke ich da anders drüber: Es macht mich unabhängig und frei vom Wohnungsmarkt, ich habe nichts mehr mit den steigenden Mieten und Co. zu tun. Und natürlich ist es mit Aufwand verbunden, aber ich kann es auch einfach wieder verkaufen. Es kommt vielleicht darauf von wem ich lieber abhängig bin, vom Wohnungsmarkt oder von der Bank.

    • Guten Morgen / Tag / Nacht Nanne,

      die Sicherheits- und Freiheitsbegriffe darfst du dir innerhalb dieser Diskussion glaub ich nicht ganz so praktisch vorstellen, damit klar wird, weshalb der Widerspruch gedacht wird.
      Hüpf gedanklich einmal zurück in den Naturzustand. Du bist allein, hast keine Gemeinschaft, schlägst dich so durchs Leben. Nun findest du andere Menschen. Ihr streitet euch um ein schönes Jagdgebiet direkt an der Weser und da ihr irgendwann merkt, dass genug Platz für alle Anwesenden vorhanden ist, beschließt ihr zusammenzuarbeiten. Das tolle Gebiet zäunt ihr ein, um Fremden zu zeigen, dass es euch gehört. Eigentum ist entstanden.

      Jetzt: Durch das Entstehen eigenen Eigentums, beginnst du auch das Eigentum anderer zu respektieren. Du willst nicht, dass jemand dein eingezäuntes Gebiet betritt und sich etwas nimmt und handelst ebenso – nimmst Fremden also nichts mehr weg. (In dieser Vorstellung ist der Mensch relativ harmlos, wie du sicher feststellst. Es gibt ja auch die Variante, dass du schlachtend durch die Gegend ziehst und jeden tötest, um dein Stammesgebiet zu vergrößern.) Du hast die Freiheit aufgegeben überall hinzugehen, um die Sicherheit zu haben für dich und deine Gemeinschaft einen unumkämpften Platz zu haben. Damit hast du auch die Freiheit verloren dir alles zu nehmen, was du willst und deine_n Nachbar_in zu töten, weil du seinen_ihre Ehepartner_in für dich haben willst. Handelst du dennoch so, sanktioniert die Gemeinschaft dich, um das Allgemeinwohl (hier primär die Sicherheit aller) zu schützen.

      Ich mag, wie du die Freiheit durch den Hausbesitz herleitest, aber gleichzeitig könnten andere Menschen argumentieren, dass sie unfrei sind diesen wunderschönen Platz Erde zu betreten, weil du ihn „absperrst“. Überlege einmal, wieviele Orte in diesem Land du nicht betreten darfst. Du möchtest es vielleicht auch gar nicht, aber du bist auch nicht frei es ohne Sanktionen zu erhalten zutun. Dafür darfst du dir recht sicher sein, dass dir auf den öffentlichen Wegen niemand etwas kann und, dass im besten Fall jemand in der Nähe ist, der dich beschützt, wenn du Hilfe brauchst.

      Ähnlich ist es bei deinem Beispiel der Anstellung. Schon eine 2-Tages-Kündigungsfrist würde ja bedeuten, dass du unfrei bist, am nächsten Tag zutun, was du möchtest (wenn es irgendwann nicht mehr die einst gewählte Festanstellung wäre). Auch da gilt meines Erachtens, was Svenja gesagt hat: Für dich mag das noch keinem Freiheitsgefühl widersprechen, aber geht das auch weiteren 7 Milliarden Menschen so?

  4. »gibt es nicht auch Menschen, die Sicherheit und Stabilität bevorzugen?«

    Aber klar doch! ✋
    Ich brauchte das total aus mein Leben Chaos war z.b. Jetzt habe ich ein geordnetes Leben und geh im Beruf auf Eigenständigkeit und Risiko. Das hat schon alles seine Berechtigung.

    Und was wir kreativsxhaffenden an dieser Stelle auch oft aus dem Augen verlieren: es gibt auch Menschen denen das kreative nicht liegt und die eine grundzufriedenheit in dem finden, was wir als stumpfes ausführen von Arbeitsanweisungen beschreiben. Für jeden den richtigen Platz im vielfältigen System finden sollte imo das Ziel sein.

  5. Pingback: Unsere Netzhighlights - Woche 7/2017 | Apfelmädchen & sadfsh

  6. Liebe Svenja,

    ich bin eben durch „Minima Muse“ auf euren Blog gestoßen und freue mich riesig, dass es eben doch mehr Blogs als gedacht gibt, die sich mit konsum- und gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzen.

    Diesen Beitrag habe ich als erstes und sehr gern gelesen! Ich finde es gut, dass du undogmatisch und aus deiner Perspektive schreibst. Mit dem „Problem“ von mir selbst auf andere zu generalisieren, bin ich während des Schreibens öfter konfrontiert. Ich versuche, mein Wissen ohne Belehrung weiterzugeben und hoffe, dass ich Impulse geben kann.

    Euer Blog ist schon in meiner Leseliste gespeichert und ich freue mich aufs Stöbern!

    Liebe Grüße

    Anna-Sophie

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