Das kleine Glück im Alltag (Dankbarkeit im Januar) | Apfelmädchen & sadfsh
Achtsamkeit Gedanken über das Leben

Das kleine Glück im Alltag (Dankbarkeit im Januar)

Immer wieder betonen wir hier und auf unseren Profilen in den verschiedenen sozialen Netzwerken wie wichtig Dankbarkeit für unseren Alltag ist. Sogar einen ganzen Monat haben wir dem Danke sagen im vorletzten Dezember gewidmet. Zufrieden zu sein mit dem, was wir in unserem Leben haben, ist für uns ein essenzieller Teil eines nachhaltigen und einfachen Lebensstils.

Normalerweise notiere ich Dinge, die besonders gut gelaufen sind bzw. für die ich dankbar bin, in einer besonderen Spalte in meinem Kalender. Die Idee dazu stammt aus dem Kalenderprojekt Klarheit, dass ich vor einigen Wochen entdeckt habe. Da ich jedoch selber ein wenig neugierig bin und es wunderbar finde wie andere, etwa Ana von Wilde Weiblichkeit, ihr Glück wochenweise sammeln, gibt es heute eine Liste mit Dingen/Personen/Erlebnissen, die mich in der letzten Zeit ganz besonders berührt haben. Danke Ana für die wunderbare Inspiration!

Kurze Anmerkung, bevor es losgeht: Wenn du magst, kannst du deine eigenen Punkte gerne in den Kommentaren teilen. Lass uns Dankbarkeit zu einem Ritual für den Alltag machen!

Im Januar bin ich dankbar für…

… einen wunderbaren Nachmittag mit einer alten Freundin

… frisches und leckeres Wintergemüse, das bei uns auf den Tisch gekommen ist

… morgendliche Spaziergänge vor/beim Sonnenaufgang

… warme Kleidung, insbesondere mein Stirnband, meine Handschuhe und den neuen Fuchs-Kuschelpulli

… motivierende Gespräche mit Menschen, die ich durch das Bloggen kennen gelernt habe (Ja, ich meine euch, Frau Momo und Michael)

… spontanes Muffinbacken mit sadfsh (Haselnuss und Zartbitterschokolade…so lecker)

… Angebote wie Skoobe oder die Onleihe, die es mir auch ohne lokale Bücherei erlauben, neue Bücher zu entdecken

… Kaffeepausen auf der Terrasse bei -5°C

… die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues zu lernen & das zu studieren, was mich wirklich interessiert

… den vergleichsweise einfachen Zugang zu medizinischer Hilfe und Medikamenten

… die Vielfalt der Personen, mit denen ich dank des Internets in Kontakt kommen kann

… Samstage im Bett mit einem spannenden Buch

… lange Gespräche über Bücher, Filme & Musik

… wichtige Bücher, wie z.B. das von Sina Trinkwalder, die mir zeigen, dass sich etwas ändern kann

Wie du jetzt vielleicht gesehen hast, ist meine Liste zu Dankbarkeit im Januar eine bunte Mischung aus ganz großen Dingen und vielen kleineren Erlebnissen – denn gerade die auf den ersten Blick unscheinbaren Momente bleiben mir häufig als besonders glücklich in Erinnerung.

Heißt zwar Apfelmädchen, mag aber eigentlich lieber Erdbeeren als Äpfel. Lebt minimalistisch, nachhaltig und vegan. Studiert Psychologie. Liest leidenschaftlich gerne Bücher & Comics. Interessiert sich für die Zukunft (Science Fiction, Dystopien, Postwachstumsökonomie), aktuelle Politik und Feminismus. Organisiert von Zeit zu Zeit Events wie die Konsumauszeit oder die Minimal Kon. Verbringt zu viel Zeit auf Twitter.

9 Kommentare zu “Das kleine Glück im Alltag (Dankbarkeit im Januar)

  1. Dankbar für….
    ….euren inspirierenden Blog
    …..den dicken goldenen Mond gestern
    …dass das Zuckerfreibuch für eine Woche bei mir sein darf
    ….für meine gesunden lachenden persönlichkeitsentdeckenden Mädels
    .

  2. Liebe Svenja

    Jeden Morgen absolviere ich ein kleines Dankbarkeitsritual. Oft sprudeln die Dinge, für die ich dankbar bin, nur so aus mir heraus. Ich kann so Vieles entdecken, wofür ich dankbar bin.

    Unsere inspirierenden Online-Begegnungen sowie deine Aufgeschlossenheit & Hilfsbereitschaft finden in diesem Ritual auch ihre Würdigung.

    Ich bin oft wie vor den Kopf gestossen, wenn andere Menschen abwertende Statements abgeben, wenn es um Online-Bekanntschaften geht. Ich erlebe die sozialen Netzwerke und die Beziehungen, die sich daraus ergeben haben, als höchst bereichernd. Kreativ, unterstützend, humorvoll, bildend.

    Herzlich,

    Barbara / Frau Momo

    • Liebe Barbara,

      früher habe ich „online-Bekanntschaften“ auch nicht recht einzuordnen gewusst. Seit ich jedoch versuche weniger zwischen online und offline zu differenzieren und mehr einfach nur nette/freundliche/hilfsbereite Menschen hinter Gesichtern bzw. Avataren sehe, erkenne ich, wie toll solche Bekanntschaften sein können. Unser Leben ist jetzt eben auf eine andere Art und Weise vernetzt als es früher gewesen ist. Wobei es ja z.B. Brieffreundschaften auch schon lange gibt. Letztendlich ist für mich der Mensch wichtig – egal, wie wir uns kennengelernt haben.

      Liebe Grüße, Svenja

  3. Hejhej,

    ich finde Online-Kontakte auch höchst bereichernd. Dass das nicht jedermanns Geschmack ist, akzeptiere ich auch, obgleich ich mir da mehr Experimentierfreude wünschen würde.

    Ich bin gerade sehr dankbar für die Unterstützung, die ich erfahre. Und euren sonntaglichen Newsletter, der meine Wochenendlektüre versüßt. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • methylcobalamin

      Man sollte immer im Auge haben, dass man online eher häufig in seinem eigenen Wahrnehmungshorizont unterwegs ist und den kaum verlässt.
      Da gibt es inzwischen so einige Studien, die das belegen. Wenn jemand Interesse hat, dann krame ich mal nach den Links am Weekend.

      Bereichernd finde ich das insoweit nicht mehr. Eher gefährlich insoweit viele, gerade bei fehlendem Bewusstsein dafür, ganz leicht aufhören sich und ihre Weltsicht kritisch zu hinterfragen.
      Beispiel: Kuckt euch mal Impfgegnergruppen an. So man in eine rein kommt (oft geschlossene Foren und so) ist das kein besonderes Highlight der menschlichen Evolution, was man da lesen darf.
      Das ist aber überall so: Die Verstärkung und Verfestigung des eigenen Weltbilds passiert in diesen Wahrnehmungsblasen. Jedem.

    • Hallo Philipp,
      wie genau es heute ist, wage ich gar nicht zu beurteilen, aber zumindest in meiner Jugend hatte ich immer das Gefühl, dass die Qualität von Netzbekanntschaften stark unterschätzt wird. Als ich damals begonnen habe über das Internet Spiele zu spielen, waren das z.B. für meine Eltern erstmal nur Stimmen von Fremden. Heute sind einige davon meine längsten Bekanntschaften, die jeden Umzug überleben, vollkommen resistent gegen 2-3 Wochen der gegenseitigen Ruhe sind etc.
      Aber wenn man dem Internet gegenüber skeptisch ist, verstehe ich auch, dass es manchen Menschen schwerfällt sich dort anderen Menschen zu öffnen.

      Liebe Grüße
      sadfsh

  4. methylcobalamin

    Ich finde das seltsam.
    Ich meine diese „verordnete“ rückblickende Dankbarkeit in Listenform.

    Dankbarkeit ist nützlich, für das eigene Glück. Aber ich denke viel mehr, wenn man sie in dem Moment dem die Dankbarkeit gilt auch tatsächlich hat. Gerade wenn andere Menschen Subjekt der Dankbarkeit sind, sage ich denen das, in dem Moment.
    Das ist eine gute Sache.

    Ich bin aber auch kein Mensch, der besonders viel in der Vergangenheit denkt. Vielleicht behagt mir das deswegen nicht so. Spannend.

    Was macht die Liste mit dir, wenn du sie jetzt erneut liest @apfelmädchen?

  5. Ich denke mir immer abends drei Dinge aus für die ich heute dankbar war. Bei meiner Sternmeditation. Wenn ich die Sternlein betrachte. Gerade bin ich dankbar, dass ich zur Miete wohne. Die Handwerker sind weg. Eine Putze hatten sie zwar nicht dabei. Die bin ich dann. Aber ich muss weder die Rechnung bezahlen, noch mithelfen, nur einen Baustellenkaffee trinken. Dankbar bin ich auch um den Austausch weil das Minimalisieren viel Arbeit war in den letzten zwei Jahren. Außer zwei doofen Kommentaren hatte ich eine wirklich schöne Zeit. Im Umfeld kenne ich nur zwei Minimalisten.

    Lg Tanja

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